Europapolitisches Dialogprogramm des Forums Brüssel

Kammerstandpunkte zu EU-Vergaberecht

 

München   -  03.11.2017

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau setzt sich in Brüssel regelmäßig
dafür ein, dass die Anliegen und Dr. WeiglStandpunkte der bayerischen Ingenieure bei der Einführung neuer Regelungen berücksichtigt werden. Dr.-Ing. Werner Weigl, 2. Vizepräsident der Kammer, reiste am 16. Oktober 2017 nach Brüssel, um sich für die Kammer-Positionen in Sachen EU-Vergaberecht stark zu machen.

Dr.-Ing. Werner Weigl war Teil der Delegation des CSU-Wirtschaftsbeirates, die sich in Brüssel Mitte Oktober mit Günther Oettinger, EU-Kommissar für Haushalt und Personal, und Angelika Niebler, Mitglied des Europäischen Parlamentes, zu einem Austausch der Standpunkte traf.

Vergaberecht

Die Arbeit der am Bau tätigen Ingenieure wird immer stärker von der Gesetzgebung auf EU-Ebene beeinflusst. Vor allem der für Bayern und Deutschland charakteristischen Struktur mittelständischer und kleiner
Ingenieurbüros drohe unter dem neuen EU-Vergaberecht der Verlust der Wettbewerbsfähigkeit.

Durch die Umsetzung des EU-Vergaberechts stehe ein Konzentrationsprozess hin zu immer größer werdenden Unternehmen bevor, dem unbedingt entgegengewirkt werden müsse, betonte Dr. Weigl im Rahmen der Diskussionsveranstaltung.

Regionale Büros berücksichtigen

Seine Forderung, mittelständische, regionale und kleinteilig geprägte Ingenieurbüros bei den EU-Vergaberegelungen zu berücksichtigen, stieß bei dem Treffen mit den Vertretern der Europäischen Union auf offene Ohren.

Kommissar Oettinger rief dazu auf, die verständlichen Positionen offensiv zu vertreten und betonte, dass gerade Europa die Stärkung der Regionen als Ziel im Fokus habe. Auch Prof. Dr. Angelika Niebler betonte, dass der Erhalt dieser erfolgreichen und in den Regionen Perspektiven bietenden Strukturen das Ziel sowohl von Europa als auch nationaler Politik sei. Dr. Weigl unterstrich die Forderung nach maßvollen Regelungen im Vergaberecht, um die sich abzeichnende Benachteiligung kleinerer Unternehmenseinheiten bei  Vergaben zu beseitigen.

 

 

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