Gute noten für Mittelstandsoffensive

12.03.2003

Berlin (12.03.03) Die von der Bundesregierung im Rahmen der Offensive „pro mittelstand“ geplanten Erleichterungen für Kleinunternehmen treffen bei den Gründern auf breite Zustimmung und die breite Masse der Gründer würde davon auch profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von Emnid bei angehenden Unternehmern im Auftrag der Deutschen Ausgleichsbank (DtA). Vor allem der geplante Bürokratieabbau wird von den Nachwuchsunternehmern gelobt. Fast 80 Prozent der Befragten bezeichneten diese Maßnahme als sehr hilfreich oder hilfreich für ihre eigene Existenzgründung.
Große Mehrheit würde von den Maßnahmen profitieren

Das gleiche Bild zeigt sich bei der geplanten Minimalbesteuerung von Unternehmen mit einem maximalen Umsatz von 35.000 Euro pro Jahr. Erneut sehen mehr als drei Viertel darin eine sehr hilfreiche bzw. hilfreiche Maßnahme für die Gründung ihres Unternehmens. Und die große Mehrheit der Befragten würde von den geplanten Maßnahmen auch profitieren: 62 Prozent gaben an, in die vorgesehen Umsatz- bzw. Gewinngrenzen zu fallen. Damit belegt die Umfrage auch das große Potential an kleinen Gründungen in der Bundesrepublik. Zu diesem Schluss kommt auch der aktuelle DtA-Gründungsmonitor. Die repräsentative Befragung ergab, dass von den rund 1,6 Millionen Gründern in Deutschland im Jahr 2002 die überwiegende Mehrzahl im kleinen Rahmen startet.
Die Pläne sehen im Wesentlichen folgendes vor:

Minimalbesteuerung und einfachste Buchführungspflichten für Existenzgründer
Clement: "Alle Existenzgründer und bereits bestehenden Kleinstunternehmen – also nicht nur die Ich-AGs - müssen von vereinfachten Steuer- und Buchführungsregeln profitieren. Ich freue mich, dass ich hierfür mit meinem Kollegen Hans Eichel eine sinnvolle Regelung gefunden habe. Bis zu einer Umsatzgröße von 17.500 € wird umgehend eine Betriebsausgaben-Pauschale von 50% für Existenzgründer eingeführt. Damit sind die Unternehmen nicht nur von der Umsatz- und Gewerbesteuerpflicht befreit, sondern – sofern sie keine sonstigen Einnahmen haben – auch von der Einkommensteuer. Ab 01.01.2004 gilt diese Befreiung vorbehaltlich einer dazu notwendigen Zustimmung von Seiten der Europäischen Union bis zu einer Umsatzhöhe von 35.000 €.
Überprüfung der Handwerksordnung
Die Handwerksordnung wird daraufhin überprüft, wie durch den Abbau nicht notwendiger Regulierungen die Gründung von handwerklichen und nicht-handwerklichen Existenzen gefördert werden kann.
Befreiung für junge Existenzgründer von Beitragszahlungen in den ersten vier Jahren an die Industrie- und Handels- sowie Handwerkskammern
Voraussetzung hierfür ist, dass der Gewinn der Kleinstgewerbetreibenden 25.000 € im Jahr nicht übersteigt. Damit wird die Obergrenze für die schon bestehende IHK-Beitragsbefreiung auf das Fünffache erhöht.

 

 

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