Regionalkonferenz

Rede von Dipl.-Ing. Univ. Heidi Aschl, Präsidentin der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, am 04.03.2006 zur Regionalkonferenz Unterfranken im i-Park Klingholz in Giebelstadt bei Würzburg.

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

sehr herzlich darf ich Sie heute im i-Park Klingholz zur Regionalkonferenz Unterfranken begrüßen.

Der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau ist es wichtig, den Dialog zwischen Vertretern der öffentlichen Hand und den im Bauwesen tätigen Ingenieuren zu intensivieren. Denn wir sind der Ansicht, dass viele der Aufgaben, die heute bei Planen und Bauen anstehen, am besten gelöst werden können, wenn wir gemeinsam daran arbeiten.

Daher freue ich mich, dass nicht nur Mitglieder unserer Kammer, sondern auch zahlreiche Vertreter der Kommunen und Landkreise, der Regierung und der staatlichen Baubehörden heute anwesend sind. Seien Sie alle sehr herzlich gegrüßt.

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau hat, um ihre Präsenz in den Regionen Bayerns zu verstärken, im Dezember „Regionalbeauftragte“ berufen.
Diese sind für Sie alle erste Ansprechpartner vor Ort, wenn Sie Fragen, Anregungen, Kritik  oder Interessen haben, die die Ingenieure in Bayern, deren Kammer oder das Bauwesen in Bayern allgemein betreffen.

Vorstellen möchte ich Ihnen heute unseren Regionalbeauftragten für Unterfranken, Hans-Reiner Waldbröl. Er wird, gemeinsam mit unserem Vorstandsbeauftragten für die Region Dr. Heinrich Hochreither, Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen und stets ein offenes Ohr für Ihre Anliegen haben.

An die Vertreter der Behörden richte ich die Bitte: Scheuen Sie sich nicht, mit Ihren Anliegen an uns heranzutreten. Für die gemeinsame Sache eines qualitätvollen Planens und Bauens in Bayern sind wir gerne Sprachrohr auch für Ihre Interessen.
 
Wie Sie wissen, ist seit dem tragischen Unglück in Bad Reichenhall zu Jahresbeginn das Thema „Standsicherheit von Gebäuden“ in aller Munde. Viel wurde in den Medien darüber berichtet, teils war es seriös, teils jedoch auch haarsträubender Unsinn.

Die Kammer hat von Anfang an die Ansicht vertreten, dass es unseriös ist, sich zum konkreten Unglücksfall zu äußern, bevor die Ursachen auf dem Tisch liegen.

Gleichwohl hat die Kammer beim Innenministerium umgehend eine Arbeitsgruppe initiiert, die Empfehlungen für Eigentümer und Betreiber von Gebäuden erarbeitet, z. B.: wie in welchem Rhythmus und von wem Bestandsgebäude hinsichtlich ihrer Sicherheit künftig überprüft werden sollen.

Einen kurzen Zwischenstand der bisherigen Beratungen möchte ich Ihnen heute geben:
• Typisierung von Bauwerken in drei Kategorien:
1. a) Versammlungsstätten >5.000 Personen
b) Fernsehtürme

2. a) z. B. Hallen, Stützweiten >12 m
b) Exponierte Bauwerke, z. B. große Vordächer, Austragungen >6m
3. Sonstige Gebäude mit Ausnahme des Wohnungsbaus und Verwaltungsgebäuden in herkömmlicher Bauweise
• Wer darf / soll wiederkehrende Bauwerksprüfungen durchführen?
Ingenieure mit 10jähriger Praxis, davon wenigstens 5 Jahre in der Tragwerksplanung und 1 Jahr in der konstruktiven Bauleitung; Erfahrung ins besondere auch in der Bauart (Holz, Stahl, Beton)
• Wie oft und durch wen wird überprüft?
Unterschieden wird in:
a) Begehungen (Nutzer, Eigentümer) jährlich
b) Sichtprüfung: Sachkundiger Ingenieur
c) Eingehende Überprüfung: Sachkundiger Ingenieur
d) und e) in Abständen, die von der Bauart abhängen wie z. B. Stabtragwerke oder Flächentragwerke, Faltwerke


Meine sehr geehrten Damen und Herren,
im Laufe des heutigen Nachmittags werden Sie von verschiedener Seite aktuelle Einschätzungen zu dieser Thematik hören.

Ich danke den Referenten, die sich für unsere Regionalkonferenz zur Verfügung gestellt haben; mein Dank gilt unserem Regionalbeauftragten Hans-Reiner Waldbröl und den Kammermitarbeitern für die Vorbereitung der Regionalkonferenz und unserem Kammermitglied Rüdiger Angermeier und seinen Mitarbeitern für die Gastfreundschaft und Organisation hier vor Ort.

Ihnen, meine sehr geehrten Damen und Herren, wünsche ich einen interessanten und diskussionsfreudigen Nachmittag – nutzen Sie die Gelegenheit zum Dialog, jetzt und auch nach der Veranstaltung in gemütlicher Runde.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

[es gilt das gesprochene Wort]

 

 

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