Modernes Bauen – Baustoffe der Zukunft

Grußwort
Dr.-Ing. Heinrich Hochreither, Mitglied im Vorstand der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau
"Modernes Bauen – Baustoffe der Zukunft" Heidelberger Beton Aschaffenburg/ Frankfurt; am 01.02.2007 in Aschaffenburg

Sehr geehrter Herr Becker,
sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

es freut mich sehr,  dass wir uns heute im Rahmen dieser Tagung mit zwei Baustoffen auseinander setzen, die zum einen hoch modern sind, zum anderen jedoch gleichzeitig auf eine Jahrtausende währende Tradition zurückblicken können: Beton und Mörtel.

Gestatten Sie mir, dass ich als Mitglied des Vorstands Ihnen die Bayerische Ingenieurekammer-Bau kurz vorstelle. Wir vertreten als berufsständische Selbstverwaltung die Interessen aller im Bauwesen tätigen Ingenieure in Bayern. Derzeit haben wir rund 5.400 Mitglieder – mit steigender Tendenz. Deutschlandweit sind annähernd 50.000 Ingenieure Mitglied in einer Ingenieurkammer.

Als Körperschaft des öffentlichen Rechts übernehmen wir hoheitliche Aufgaben. Wir führen beispielsweise die Listen der Bauvorlageberechtigten Ingenieure, der Nachweisberechtigten und der Verantwortlichen Sachverständigen sowie weitere Listen, in denen die für die jeweilige Planungs- und Bauaufgabe spezialisierten Experten aufgeführt sind.
Wir unterstützen als Kammer Auftraggeber und Auftragnehmer mit einem breiten Serviceangebot:
• Rechtsberatung
• Beratung bei der Durchführung von Wettbewerben
• Beratung bei der Durchführung von VOF-Verfahren
• Unser Berater-Netzwerk unterstützt Kollegen in allen Bereichen der Berufsausübung
• wir vermitteln offene Stellen und betreuen Unternehmensnachfolgen
• unsere Ingenieurakademie Bayern sorgt für die Fort- und Weiterbildung
• wir fördern das Ansehen des Berufsstands der im Bauwesen tätigen Ingenieure und überwachen die Einhaltung der Berufsregeln der Beratenden Ingenieure
• wir tragen mit unserer Ingenieurversorgung zur Absicherung im Alter oder bei Berufsunfähigkeit bei.

Gleichzeitig sind wir als Kammer in allen gesellschaftlichen Bereichen aktiv, um die Rahmenbedingungen für Planen und Bauen in Bayern nachhaltig zu verbessern und die Qualität in der Ausbildung und bei der Berufsausübung zu fördern.

In gleichem Maße, wie wir uns um das bauliche Erbe kümmern, sind wir aktiv in der Unterstützung von Innovationen und Zukunftstechnologien.

Ganz wesentlich nehmen wir dabei Einfluss auf das aktuelle Baugeschehen.
Lassen Sie mich dazu drei aktuelle Beispiele nennen:

1)
Wir haben während des gesamten vergangenen Jahres maßgeblich an der Erarbeitung der Hinweise des Innenministeriums zur Wiederkehrenden Bauwerksprüfung mitgearbeitet. Diese bieten Eigentümern und Verfügungsberechtigten Hinweise, wie aus den Erkenntnissen des Halleneinsturzes von Bad Reichenhall vor gut einem Jahr umzugehen ist. Aufgeführt ist, welche Maßnahmen bei welchem Gebäudetypus zu treffen sind und welche Personen mit der Überprüfung beauftragt werden sollten.

2)
Seit Beginn dieses Jahres gelten in Teilen Bayerns neue Ansätze für die Schneelasten. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau hat alle Kommunen auf diese Veränderungen hingewiesen und erläutert, wo ergänzende Informationen zu den neuen Schneelastzonen zu erhalten sind.

3)
Seit vielen Jahren engagiert sich die Bayerische Ingenieurekammer-Bau – wie auch die übrigen Kammern der Ingenieure und Architekten in Deutschland und zahlreiche Berufsverbände – für eine angemessene und dringend notwendige Novellierung der HOAI.
Wir sind hier unter Experten, daher ist Ihnen der Sinn einer Honorarordnung zweifelsohne bekannt.
Bestärkt wurden unsere Bemühungen jüngst durch ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Gemeinschaften. In diesem Urteil wird festgehalten, dass die HOAI als nationales Verbraucherschutzgesetz auch europatauglich ist. Der EuGH hat ganz deutlich gemacht, dass auskömmliche Honorare die Qualität einer Dienstleistung sichern.
Und, meine sehr geehrten Damen und Herren, da sind wir uns wohl alle einig: Wir müssen die Qualität bei Planen und Bauen fördern. Das bedeutet auch, dass wir uns keinesfalls der Geiz-ist-Geil-Mentalität unterwerfen dürfen.

Eine gute Planung kosten zunächst Geld. Aber wer sich auch nur ein klein wenig am Bau auskennt, der weiß, dass, gerechnet über die gesamte Bauphase und den Lebenszyklus eines Bauwerks, eine gute Planung langfristige eben dazu beitragen kann, ein Vielfaches an Geld einzusparen.

Aus diesem Grund werden wir weiter für eine novellierte HOAI kämpfen, die auskömmliche Honorare festschreibt.

Meine sehr geehrten Damen und Herren,
die Bayerische Ingenieurekammer-Bau versteht sich als Partner aller an Planen und Bauen Beteiligten. Wir stehen in einem konstruktiven Dialog mit Kammern, Verbänden, mit Interessensgruppen, mit der Politik und allen Bereichen der Wirtschaft. Wenn Sie Fragen, Anliegen, Wünsche oder auch Sorgen haben, scheuen Sie sich bitte nicht, uns anzusprechen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

 

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