19. Bayerischer Ingenieuretag: Grußwort Präsident Dr. Schroeter

Begrüßung des Präsidenten der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau
Dr.-Ing. Heinrich Schroeter
anlässlich des 19. Bayerischen Ingenieuretag
am Freitag, 21.01.2011
im ICM – Messe München
(Es gilt das gesprochene Wort.)


Vollständige Rede zum Runterladen als PDF-Datei

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Gäste,

zum 19. Bayerischen Ingenieuretag begrüße ich Sie alle sehr herzlich.

Begrüßung Referenten:
Wir haben über 800 Anmeldungen erhalten, so viele wie noch bei keinem Ingenieuretag zuvor.
Für Ihr zahlreiches Erscheinen bedanke mich ganz herzlich.

Besonders herzlich begrüße ich meine Vorgänger im Präsidentenamt:
Ich freue mich, das Sie unserer Kammer immer verbunden geblieben sind.

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau versteht sich als „Große Kammer“.  Wir vertreten die beruflichen Belange und Interessen aller bayerischen Ingenieure aus Bauwesen und Bauwirtschaft, Freien Berufen und öffentlichem Dienst in Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit mit einer Stimme. Nur als große Kammer mit vielen Mitgliedern aus allen Bereichen des Ingenieurwesens können wir unsere Anliegen durchsetzen. 

Große Kammer bedeutet aber auch, dass die Mitgliedschaft unserer Kammer weit über den klassischen Bereich der Freiberufler hinausreicht. Auch angestellte und beamtete Ingenieure sind in großer Zahl Mitglieder bei uns.

Dies ist notwendig, weil der Gesetzgeber die Kammer mit Aufgaben der Selbstverwaltung betraut hat, die alle Ingenieure betreffen, nicht nur die Freiberufler und Selbständigen.
Deswegen ist der Gesetzgeber, unser Bayerischer Landtag ein wichtiger Gesprächspartner. Ich freue mich daher, dass ich einige Abgeordnete aus dem Maximilianeum heute begrüßen kann:

In ganz Europa ist der Gedanke der Kammern als Vertretung der Beruflichen Interessen der Ingenieure inzwischen anerkannt. Im guten nachbarschaftlichen Verhältnis ist es möglich, in Europa unsere Interessen gemeinsam zu vertreten.

Ich begrüße
Ich begrüße weiterhin
und stellvertretend für alle heute hier anwesenden Vertreter von Kammern den Präsidenten des Verbands der Freien Berufe in Bayern, Herrn Dr. Fritz Kempter.

Gemeinsam sind wir stark. Deswegen bündeln die Kammern die Anliegen der verschiedenen Berufsverbände und -Vereinigungen. Auch dieser Ingenieuretag wird nicht nur von der Kammer getragen, sondern erfährt auch die tatkräftige Unterstützung der Bayerischen Berufsverbände. Sie sehen sie auf der Folie.

Dafür möchte ich mich bei allen Verbänden, die uns und den Ingenieuretag unterstützen, ganz herzlich bedanken.

Und ich freue mich natürlich sehr, dass ich Sie als Verbandsvertreter begrüßen kann.

Wichtige Partner unserer Mitglieder sind die verschiedenen Ämter und Organisationen des Staats. Sei es als Auftraggeber, als Partner oder als regulierende Behörden. Das Klima ist gut, das zeigt sich an den zahlreichen Vertretern der verschiedensten Behörden, die unserer Einladung gefolgt sind:

Ich begrüße
und alle weiteren Vertreter von Ämtern und Verwaltung
 
Von den Hochschulen begrüße ich:
Unser Einsatz für alle im Bauwesen tätigen Ingenieure macht die Bayerische Ingenieurekammer-Bau attraktiv: Auch im vergangenen Jahr konnten wir unsere Mitgliederzahl im Gegensatz zu vielen anderen Länderkammern weiter steigern. Insgesamt sind jetzt 5.841 im Bereich des Bauwesens tätige Ingenieure Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.

Das Thema dieses Ingenieuretages ist:
„Ganzheitliches Planen und Bauen: Innovation – Kooperation  –- Realisation“
Was bedeutet das für die Ingenieure? Wir, die Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau,
stehen für qualitätsbewusstes, nachhaltiges und innovatives Planen und Bauen.

So tragen wir Verantwortung für
Gleichzeitig müssen wir feststellen: Die Anforderungen an Ingenieure sind stark im Wandel. Deswegen brauchen wir neue Impulse für ganzheitliches, umweltschonendes und wirtschaftliches Bauen. Von wem sollen diese Impulse kommen wenn nicht von uns Ingenieuren selbst!
Wir sind die Spezialisten, wenn es um die ökonomische und ökologische Optimierung von Planungs- und Bauprozessen geht.

Wir sind die Experten, wenn es um eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Planung, Bau und Betrieb geht.  Die Grundlage für ein zeitgemäßes und zukunftsfähiges Planen und Bauen sind umfassende Kenntnisse aller funktionalen, technischen und gestalterischen Zusammenhänge und Möglichkeiten.

Ganzheitliches, interdisziplinäres Denken muss also bereits von den ersten Planungsüberlegungen bis zum Nutzungsende vorherrschen.  Nur so können ganzheitliche Ansätze im Sinne der Nachhaltigkeit bei Baumaßnahmen und komplexen Planungs- und Bauprozessen entwickelt und sicher umgesetzt werden.

Dazu braucht man Innovationen. Vieles muss überdacht oder ganz neu gedacht werden.
Die Entwicklung innovativer Technologien und Abläufe, der technische Fortschritt, der Einsatz neuer Baustoffe oder Bauverfahren, die kreative Gestaltung von Ideen und Verfahren, die Verwirklichung neuer Konzepte oder Lösungen – das ist unser Kerngeschäft.

Denn gerade im Bereich des Bauwesens führen Innovationen zu
Und wer entwickelt solche innovativen Lösungen, Verfahren, Prozesse?  Wir, die Ingenieure mit unserer Idee, Planungen und Ausführungen. Wir planen und bauen für die Menschen. Wir gestalten und verändern die Welt. Wir Ingenieure bauen die Zukunft!

Dabei erkennen wir immer deutlicher: Ganzheitlich Planen und Bauen heißt auch interdisziplinäre Zusammenarbeit und Kooperation. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Bedeutung von Kooperationen in den kommenden Jahren weiter zunehmen wird. Sowohl im Inland, als auch im Ausland.

Doch warum eigentlich sollten Ingenieure Kooperationen eingehen? Bisher haben wir unsere Aufgaben und Projekte doch auch allein erledigen können. Warum sollten Sie jetzt gar mit einem potenziellen Mitbewerber zusammenarbeiten?

Ein wichtiger Grund für eine Kooperation hängt mit dem Volumen der Projekte zusammen. Wir haben beobachtet, dass die Projekte in den vergangenen Jahren immer größer geworden sind. Und darin liegt auch schon das Problem. Viele unserer Mitgliedsunternehmen können sich um lukrative Aufträge nicht bewerben, weil sie schlicht zu klein sind. Sowohl, was die personellen wie auch die fachlichen Kapazitäten anbelangt.

„Gemeinsam ist man stark“, lautet ein Sprichwort. Durch Kooperationen können wir einen Zugang zu Aufträgen erhalten, der uns bislang verschlossen geblieben ist.

Liebe Kolleginnen und Kollegen, bilden Sie schlagkräftige Teams, bauen Sie Netzwerke auf!
Erweitern Sie Ihre Kompetenzen! Stichwort permanente Fort- und Weiterbildung.  Präsentieren Sie sich und Ihre Ingenieurleistungen, stellen Sie ihre besonderen Kompetenzen deutlich heraus.
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau unterstützt Sie gerne dabei! Denn im Mittelpunkt unserer Arbeit steht immer das Mitglied.

Wir haben in den letzten Jahren ein attraktives und auf unsere Mitglieder ausgerichtetes Service- und Dienstleistungsangebot eingerichtet und werden dies weiter ausbauen:
Weiterhin haben wir im letzten Jahr viele neue Broschüren, Arbeitshilfen und Flyer veröffentlicht. Die Publikationen sind vor allem aus der fleißigen Arbeit unserer Ausschüsse und Arbeitskreise entstanden und für alle Mitglieder kostenfrei erhältlich:

Ein besonderes Highlight des letzten Jahres war die Verleihung des Bayerischen Denkmalpflegepreises 2010 mit Staatsminister Joachim Herrmann im neuen Schloss Schleißheim letzten September. Der mit einem Preisgeld von 10.000 Euro dotierte Wettbewerb traf bayernweit auf große Resonanz.

Gerade am Beispiel der Denkmalpflege wird deutlich, wie wichtig ein ganzheitlicher Ansatz beim Planen und Bauen und die Zusammenarbeit vieler verschiedener Akteure ist. Einmal die Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen untereinander, aber eben auch die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den beteiligten Ämtern und Verwaltungen.

Im Bereich Berufspolitik möchte ich besonders unseren Parlamentarischen Abend im Oktober 2010 hervorheben. Rund 30 Politiker aller im Bayerischen Landtag vertretenen Fraktionen waren anwesend.
Gemeinsam mit dem ehrenamtlichen Engagement der Mitglieder sorgen wir dafür, dass die Bayerische Ingenieurekammer-Bau in der Politik als Ansprechpartner anerkannt wird und unser fachlicher Rat auch bei der Gestaltung von ingenieurrelevanten Themen außerhalb von Gesetzesnovellen eingeholt wird.

Beim Parlamentarischen Abend wurden neue Positionspapiere mit den aktuellen Standpunkten der Kammer vorgestellt.
Für ein Ganzheitliches Planen und Bauen im 21. Jahrhundert muss die Politik die Weichen stellen und die richtigen Rahmenbedingungen setzen.

Wir brauchen eine stärkere Förderung des Erhalts und Ausbaus der Infrastruktur. Wir brauchen mehr Investitionen in den Erhalt und den Ausbau.

Denn nur durch kontinuierlichen Unterhalt und bedarfsgerechte Erhaltungsmaßnahmen könnten meist um ein Vielfaches teurere Totalsanierungen vermieden werden. Unser gemeinsames Ziel muss es sein, den Sanierungsstau zu beseitigen und das mit großem Aufwand geschaffene Vermögen zu erhalten.

Wir erwarten von den politisch Verantwortlichen:
Aber unsere Adressaten sind nicht nur die eigentlichen Politiker, sondern die gesamte Öffentlichkeit. Deswegen nun noch ein paar kurze Worte zur Öffentlichkeitsarbeit der Kammer. Die Kammer hat in den letzten Jahren ihre Presse- und Öffentlichkeitsarbeit massiv verstärkt, sodass wir 2010 sehr gut in der Öffentlichkeit vertreten waren.

Durch unsere kontinuierliche Arbeit sind wir in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft deutlich besser wahrgenommen worden.  Dazu beigetragen haben auch die zahlreichen Zeitungs- und Medienberichte zu Ingenieurthemen und zur Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.

Ich begrüße die anwesenden Journalisten der Tagespresse und der Fachpresse und danke Ihnen für Ihre Berichterstattung. Sie sind für uns die wichtigen Türöffner zur Wahrnehmung in der Gesellschaft.
Das Verhältnis zur Presse ist gut und wird von uns sorgfältig gepflegt. Schreiben Sie etwas Gutes über uns.

Ich denke, wir sind auf einem guten Weg. Auch in diesem Jahr wollen wir uns nicht zurücklehnen. Wir werden weiter machen und nach vorne schauen. Ich wünsche Ihnen einen schönen und auf allen Ebenen informativen Ingenieuretag.

Nach einem kurzen musikalischen Intermezzo der Bigband Weihenstephan unter der Leitung von Karl Muskini bitte ich  Herrn Ministerialdirektor Michael Höhenberger vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit  auf die Bühne.

Herzlichen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

 

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