Rede von Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, beim 1. Bayerischen Brandschutzkongress

Grußwort von Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, am 20. Oktober 2011 beim 1. Bayerischen Brandschutzkongress in Stockdorf bei München


- Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrter Herr Scherzer (Architektenkammer),
sehr geehrter Herr Godl (Betonmarketing Süd),
sehr geehrter Herr Peck (Betonmarketing Süd),
sehr geehrter Herr Schemm (Betonmarketing Süd),
sehr geehrte Referenten und Vertreter der Veranstalter,
meine sehr geehrten Damen und Herren,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ich freue mich sehr, Sie heute beim 1. Bayerischen Brandschutzkongress hier in Stockdorf begrüßen zu dürfen. Wir möchten heute darüber sprechen, was wir Ingenieure und Architekten tun können, um die Gebäude, die wir bauen, so sicher wie möglich zu machen und die Menschen vor Bränden optimal zu schützen. Was tun, wenn’s brennt? Brände treten leider immer wieder auf und dann muss gelöscht werden. Doch einige Brände könnten verhindert, oder zumindest ihre Folgen erheblich eingedämmt werden, wenn beim Bauen bereits entsprechend geplant wurde. Der Brandschutz ist ein ungeheuer wichtiges Thema, denn er kann Menschenleben retten und Wertvolles bewahren.

Brandschutz beinhaltet alle Maßnahmen, die der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch vorbeugen und bei einem Brand die Rettung von Menschen sowie wirksame Löscharbeiten ermöglichen. Der beste Brandschutz ist ohne jeden Zweifel der, der vorbeugt und schon in der Planungs- und Bauphase sozusagen das Feuer im Keim erstickt. Hier sind wir Ingenieure und Architekten gefragt, von Anfang an die bestmöglichen Vorkehrungen zu treffen und so unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger vor Bränden zu bewahren.
Ein Brand zählt zu den schlimmsten Katastrophen, die uns treffen können. Brände machen nur allzu deutlich, wie sehr innerhalb kürzester Zeit alles, was uns lieb und teuer ist, unwiederbringlich vernichtet werden kann. Und neben den beträchtlichen Sachschäden, die ein Brand verursachen kann, kann ein Feuer auch zur Todesfalle werden. Die Verantwortung liegt bei uns, unsere Mitmenschen vor diesen schrecklichen Gefahren zu bewahren. Wir haben das Wissen und die Kompetenz, Gebäude so zu bauen, dass das Risiko eines Brandes so gering wie möglich gehalten werden kann. Durch die Wahl der Baustoffe oder Planung des Grundrisses beispielsweise können wir die zerstörerische Wirkung des Feuers eindämmen.

Durch die Änderungen der Bauordnung in den letzten Jahren ist die Verantwortung der Planer erheblich gestiegen. Genügte es früher, die Planung bei den Fachleuten der Verwaltung vorzulegen und durchzusprechen, übernehmen heute Planer allein die volle Verantwortung. Auch der Umfang der Planung ist erheblich gestiegen. Da kann es nicht sein, dass die Planung des vorbeugenden Brandschutzes einfach im Honorar der Objektplanung enthalten ist. Wenn schon kein eigenes Leistungsbild in der HOAI geschaffen werden soll, ist zumindest die Honorierung als Besondere Leistung notwendig.

Sie alle sind heute hier, weil Sie sich Ihrer Verantwortung bewusst sind und den 1. Bayerischen Brandschutzkongress nutzen möchten, um sich über brandneue Erkenntnisse und Entwicklungen im Bereich Brandschutz zu informieren. Darüber freue ich mich sehr.

Welche bauordnungsrechtlichen Anforderungen gilt es zu beachten? Wie sieht vorbeugender Brandschutz bei Photovoltaikanlagen aus? Wie wird die immer umfangreicher und verantwortungsvoller werdende Brandschutzplanung honoriert? Diese und viele weitere Fragen werden Ihnen die Referenten des heutigen Tages beantworten.

Gerne möchte ich noch darauf hinweisen, dass die Bayerische Ingenieurekammer-Bau laufend Fortbildungen zum Thema Brandschutz anbietet. So richtet die Kammer beispielsweise am 8. Dezember das Seminar „Brandschutz allgemein und Brandschutz – Blitzschutz“ aus und vom 26. bis 28. Januar die Fortbildung „Brandschutznachweise der Gebäudeklasse 4“. Nähere Informationen dazu finden Sie an unserem Stand im Foyer und auf der Website der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse an diesem so wichtigen Thema. Nun darf ich das Wort an Herrn Dipl.-Ing. Rudolf Scherzer, den Vizepräsidenten der Architektenkammer Bayern, übergeben. Ich wünsche Ihnen noch eine interessante Veranstaltung, sowie gute Gespräche im Anschluss.

 

 

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