21. Bayerischer Ingenieuretag

18. Januar 2013, 09.30 Uhr
ICM – Messe München
Begrüßung von Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

[es gilt das gesprochene Wort]

Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Gäste,
liebe Kolleginnen und Kollegen,

zum 21. Bayerischen Ingenieuretag heiße ich Sie alle herzlich willkommen.
Ich freue mich außerordentlich, Sie heute als Gäste begrüßen zu dürfen. Wir haben über 900 Anmeldungen erhalten. So viele Gäste hatten wir noch bei keinem Ingenieuretag. Ich sehe in diesem großen Zuspruch vor allem auch Anerkennung für die Arbeit der vielen aktiven Mitglieder.
Ich will mich bei der Begrüßung möglichst kurz fassen und auf die namentliche Nennung aller, die es eigentlich verdient hätten, weitgehend verzichten. Dafür bitte ich um Ihr Verständnis. Bitte sehen Sie selbst in die ausführliche Gästeliste, in der alle genannt werden, die sich rechtzeitig angemeldet haben.

Als erstes möchte ich unsere heutigen Redner begrüßen. Vielen Dank für Ihr Grußwort, Herr Dr. Pfeiffer. Sie sind seit vielen Jahren unser Gastgeber hier im ICM und es ist schön, dass wir auch heute wieder hier sein können.
 
Es ist eine große Ehre für uns, dass Sie, Herr Professor Klaus Töpfer, heute gekommen sind. Als Bundesumweltminister sind Sie allen hier im Saal bekannt. Sie haben in diesem Amt die Umweltgesetzgebung in Deutschland wesentlich geprägt. Als Vorsitzender der Ethikkommission der Bundesregierung für eine sichere Energieversorgung und in Ihrer Funktion als Exekutivdirektor des Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam beschäftigen Sie sich mit den wichtigen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft und ich bin gespannt auf Ihren Vortrag.

„Planen und bauen für die Zukunft“ ist das Thema des Vortrags von Herrn Staatsminister Herrmann. Dass Sie, sehr geehrter Herr Minister, als unser Bauminister im Anschluss an Ihren Vortrag gemeinsam mit mir den Ingenieurpreis unserer Kammer verleihen werden, freut mich sehr. Ich darf Sie ganz herzlich begrüßen.

Als Bayerische Ingenieurekammer vertreten wir die beruflichen Belange und Interessen aller bayerischen Ingenieure aus Bauwesen und Bauwirtschaft, Freien Berufen und öffentlichem Dienst. So sind der gute Kontakt und die konstruktive Zusammenarbeit mit der Politik für uns von großer Bedeutung. Der Gesetzgeber, unser Bayerischer Landtag, ist ein wichtiger Gesprächspartner und ich freue mich, dass ich auch heute wieder einige Abgeordnete aus dem Maximilianeum begrüßen kann.
Ich begrüße

und die Abgeordneten

Wie wichtig der Dialog nicht nur auf Landes- und Bundesebene, sondern über die Grenzen hinweg ist, zeigen unsere Gäste aus Europa. Als Vertreter der ausländischen Kammern begrüße ich in geografischer Reihenfolge von Nord nach Süd:

Wichtige Partner unserer Mitglieder sind natürlich auch die verschiedenen Ämter und Organisationen des Staats. Sei es als Auftraggeber, als Partner oder als regulierende Behörden. Die Zusammenarbeit ist gut, das zeigt sich an den zahlreichen Vertretern der verschiedensten Behörden, die unserer Einladung gefolgt sind. Ich begrüße stellvertretend für alle Vertreter von Ämtern und Verwaltungen

Was wir Ingenieure planen, führen andere aus. Nur wenn Planer und Ausführende harmonieren, gelingt ein Bau. Für die Partner aus Bauindustrie und Baugewerbe begrüße ich

Stellvertretend für alle heute hier anwesenden Vertreter der deutschen Kammern begrüße ich

Die Kammern bündeln die Anliegen der verschiedenen Berufsverbände und Vereinigungen. Die Kammer ist von den Verbänden begründet worden und sie wird bis heute von den Verbänden getragen. Auch dieser Ingenieuretag wird nicht nur von der Kammer veranstaltet, sondern erfährt auch die tatkräftige Unterstützung der Bayerischen Berufsverbände. Sie sehen sie auf der Folie. So möchte ich mich bei allen Verbänden, die uns und den Ingenieuretag unterstützen, ganz herzlich bedanken. Und ich freue mich sehr, dass ich Sie als Verbandsvertreter begrüßen kann. Stellvertretend für alle heute hier anwesenden Vertreter der Verbände begrüße ich

Als Kammer stehen wir auch in engem Kontakt zu den bayerischen Hochschulen. Von den Hochschulen begrüße ich stellvertretend für die vielen anwesenden Professoren

Aus dem Kreis unserer Mitglieder möchte ich zwei Personen besonders begrüßen. Ich freue mich, dass auch meine Vorgänger im Präsidentenamt heute wieder hier sind. Sehr geehrter Professor Kling, sehr geehrte Frau Aschl, herzlich willkommen. Es ist schön, dass Sie unserer Kammer immer verbunden geblieben sind.

Und last, but not least, begrüße ich die anwesenden Journalisten und danke Ihnen schon jetzt für Ihre Berichterstattung. Sie sind für uns wichtige Türöffner zur Wahrnehmung der Leistungen der Ingenieure in der Gesellschaft.

Ingenieure gestalten Zukunft. Das ist das Thema dieses Ingenieuretages und auch das Thema des Ingenieurpreises, den wir heute vergeben. Eins ist sicher: Wenn es um das Planen und Bauen für die Zukunft geht, dann ist die Energiewende aktuell die größte Chance und Herausforderung für unser Land. Die Politik setzt die Rahmenbedingungen und stellt die Weichen. Aber es sind die Ingenieure, die die Energiewende praktisch und vor Ort umsetzen. Denn kein anderer Berufsstand ist an all den einzelnen Schritten und Projekten so stark beteiligt wie der unsere. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau und die am Bau tätigen Ingenieure stellen sich dieser Herausforderung.

Die bayerischen Ingenieure leisten einen aktiven Beitrag zur Umsetzung der Energiewende in Bayern:
Auch in den Aktivitäten unserer Kammer zeigt sich, dass der schonende Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen für die Mitglieder der Bayerischen Ingenieurkammer-Bau schon lange als wichtige Aufgabe erkannt worden ist. Um dieses bedeutende und dynamische Zukunftsthema in ausreichender Breite und Tiefe abzudecken, haben wir vier thematisch miteinander verknüpfte Energie-Arbeitskreise eingesetzt, die sich mit den unterschiedlichen Aspekten und Entwicklungen in diesem Bereich befassen.  Ich freue mich daher besonders, Ihnen heute – sozusagen druckfrisch aus der Presse – unsere neue Broschüre „Die Leistungen der bayerischen Ingenieure zur Energiewende“ vorstellen zu dürfen. Die Broschüre gibt einen Überblick über die Leistungen und Beiträge der bayerischen Ingenieure, besonders über Nachhaltigkeit und Energieeffizienz im Bereich Hochbau. Sie ist kostenfrei bei der Kammer und natürlich an unserem Messestand in der Halle B0, Stand 24, erhältlich. Was mir besonders wichtig ist und was ich hier ausdrücklich betonen möchte: Diese Broschüre wurde von einem unserer Energie-Arbeitskreise erarbeitet.

Wir setzen auf eine aktive Mitarbeit unserer Kammermitglieder. Denn nur mit vielen Mitgliedern aus allen Bereichen des Ingenieurwesens können wir unsere Anliegen und Interessen durchsetzen.
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau versteht sich als Dienstleistungskammer.  Als eine Kammer von Mitgliedern für Mitglieder.  Unser zentrales Ziel ist immer ein ergebnisorientiertes Arbeiten im Sinne unserer Mitglieder, der bayerischen Ingenieure im Bauwesen. Dabei legen wir allergrößten Wert darauf, dass die Ergebnisse unserer Arbeit unseren Mitgliedern auch wieder konkret zu Gute kommen. Sei es als Arbeitshilfe, als Broschüre oder auch als Fortbildungsveranstaltung.

Aber wir verstehen uns natürlich nicht nur als Dienstleistungskammer für unsere Mitglieder, sondern auch als Dienstleister
Deswegen möchte ich ihnen hier noch ein weiteres Ergebnis unserer Arbeit vorstellen. 
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau hat Musteringenieurverträge erstellt. Diese Vertragsvorlagen sind speziell auf die Anforderungen und Leistungen von Ingenieuren im Bauwesen zugeschnitten. Sie stehen kostenfrei auf unserer Internetseite zum Download bereit und sind auch in gedruckter Form erhältlich. Entsprechend unserem Selbstverständnis als Kammer haben wir ganz besonders darauf geachtet, dass die Vertragsmuster neutral und ausgewogen sind und somit die Interessen von Auftraggebern wie Auftragnehmern gleichermaßen berücksichtigen.Durch ein Baukastenprinzip mit modularem Aufbau bieten wir ein schlankes Vertragswerk.

Derzeit sind die Module zu den Leistungsbildern
erhältlich.

Weitere für die Berufspraxis wichtige Module wie solche zur Bauphysik oder Vermessung befinden sich in Vorbereitung. Auch diese Musterverträge wurden von den Mitgliedern unserer Ausschüsse und Arbeitskreise entwickelt. Dazu möchte ich betonen, dass die Bayerische Ingenieurekammer-Bau – im Gegensatz zu fast allen anderen Kammern – eine Kammer ohne echte Pflichtmitgliedschaft ist – also eine reine Kammer der Freiwilligen. Und die freiwillige Entscheidung für eine Mitgliedschaft in der Kammer erreichen wir nur, wenn wir unseren Mitgliedern einen Mehrwert und konkrete Vorteile bieten. Deswegen sind wir stolz darauf, dass wir - als eine von ganz wenigen Kammern in Deutschland - steigende Mitgliederzahlen haben, denn im Mittelpunkt unserer Arbeit stehen immer unsere Mitglieder.
Ein weiteres wichtiges Ziel unserer Arbeit ist es, die öffentliche Wahrnehmung unseres Berufsstandes zu steigern.

Wenn es um das Bild der Ingenieure in der Öffentlichkeit geht, ist neben der Präsenz vor Ort durch unsere Regional- und Hochschulbeauftragten die Platzierung von Ingenieuren als Experten in der öffentlichen Wahrnehmung von entscheidender Bedeutung – für unsere Auftraggeber genauso wie für unsere Kunden und Partner. Damit zeigen wir zum einen, in wie vielen unterschiedlichen Bereichen Ingenieure im Bauwesen tätig sind – und zum anderen, in welch großem Ausmaß wir Verantwortung für Sicherheit und Qualität tragen.

Denn wir Ingenieure tragen Verantwortung
Dies geht nur durch den intensiven Austausch untereinander – aber auch mit der Politik, der Gesellschaft und der Öffentlichkeit. Und durch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit über die einzelnen Fachdisziplinen hinweg. Dafür stehen wir und dafür setzen wir uns nachdrücklich und selbstbewusst ein.

Das Trauerspiel und die gegenseitigen Schuldzuweisungen um den neuen Berliner Flughafen zeigen, wie wichtig dieser gegenseitige Austausch und eine fachübergreifende Zusammenarbeit und Kommunikation sind. Deswegen hatten wir ja schon für unseren letzten Ingenieuretag das Thema „Öffentliches Planen und Bauen“ gewählt. Und dort haben wir ja auch Beispiele vorgestellt, wie Projekte und Planungen in dieser Größenordnung im Zusammenspiel von Politik, Verwaltung, Ingenieuren, Planern, Architekten und Bürgern funktionieren können. Berlin zeigt aber auch, dass dieses Thema nichts von seiner Aktualität verloren hat. Gerade wenn es um Planungs- und Investitionsentscheidungen von derartiger Bedeutung geht, braucht die Politik dazu sachkundige Experten. Und das sind vor allem eben wir – die Ingenieure.

Deswegen möchte ich Sie auch ausdrücklich auf unsere Tagung „Großprojekte in der Demokratie – Die zukünftige Gestaltung von Infrastrukturen“ hinweisen, die wir vom 15. bis 17. März 2013 gemeinsam mit der Akademie für Politische Bildung in Tutzing durchführen. Mit unserer gemeinsamen Tagung mit der Akademie für Politische Bildung möchten wir zum einen den Dialog der verschiedenen Beteiligten fördern, aber eben auch neue Impulse geben und Wege für neue Lösungen aufzeigen.
Ich darf Sie schon heute herzlich einladen, diese Tagung zu besuchen.

Neben solchen Veranstaltungen und der Präsenz vor Ort sind aber auch die von der Kammer ausgelobten Preise von großer Bedeutung. Zum Ingenieurpreis kommen wir ja noch, aber das ist nicht der einzige Preis, den die Kammer auslobt. So vergeben wir auch alle zwei Jahre im Wechsel mit dem Ingenieurpreis den Bayerischen Denkmalpflegepreis. Mit dem Bayerischen Denkmalpflegepreis würdigen wir besonders die herausragenden Ingenieurleistungen in der Denkmalpflege. Denn gerade bei der Denkmalpflege geht es um die interdisziplinäre Zusammenarbeit, bei der viele Fachrichtungen zusammenarbeiten müssen.  Dazu braucht es ein offenes und konstruktives Miteinander von Bauherr, Denkmalpfleger, Ingenieur, Architekt, Restaurator und ausführenden Handwerkern. Wie das gelingt, zeigen die ausgezeichneten Bauwerke in vorbildlicher Weise. Die Resonanz auf unsere Broschüre mit den Preisträgern war so groß, dass die gedruckte Version bereits vergriffen ist. Es gibt sie aber noch auf unserer Homepage zum Download.

Aber wenn es um unser Bild in der Öffentlichkeit und das Ansehen und vor allem auch die Zukunft unseres Berufsstands geht, dann ist eines ganz entscheidend:
Deswegen unterstützen wir den Ingenieurnachwuchs schon im Studium und beim Berufseinstieg intensiv. Und mit unseren Hochschulbeauftragten und unseren Informationsveranstaltungen für Studienanfänger und Absolventen an den bayerischen Hochschulen knüpfen wir direkten Kontakt zu den Studierenden – also unseren zukünftigen neuen Mitgliedern.

Und damit schließt sich der Kreis und ich bin wieder bei unserem heutigen Thema angelangt:
Ingenieure gestalten Zukunft. Gerade vor dem Hintergrund des Klimaschutzes und angesichts der Herausforderungen des energetischen Wandels gewinnen herausragende Ingenieurleistungen und technische Innovationsstärke weiter an Bedeutung. Dies war auch einer der Gründe dafür, dass wir diesmal für unseren Ingenieurpreis das Thema „Ingenieure gestalten Zukunft“ ausgewählt haben.

Mit dem Ingenieurpreis zeichnen wir innovative Projekte und Leistungen von Ingenieuren im Bauwesen aus. Gleichzeitig rücken wir damit die kreative Leistungsfähigkeit der Ingenieure in den öffentlichen Blickpunkt.
Damit leistet unser Berufsstand einen wertvollen Beitrag zur ökonomischen und baukulturellen Entwicklung – und setzt bedeutende Impulse für Zukunftsfähigkeit, Innovation und wirtschaftlichen Erfolg.  Wir gestalten damit aktiv die Zukunft. Wir planen und bauen für die Menschen. Denn wir stellen auch fest: Die Anforderungen an Ingenieure sind stark im Wandel. Wir stehen nicht nur vor technischen, sondern auch vor ganz neuen gesellschaftspolitischen Herausforderungen. Vieles muss überdacht oder ganz neu gedacht werden.

Von wem sollen diese Impulse, von wem sollen diese neuen Ideen und Lösungen kommen, wenn nicht von uns Ingenieuren selbst!

 

 

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