Ingenieure im Öffentlichen Dienst

Parlamentarisches Frühstück ZVI
21. März 2013, 09.00 Uhr
Maximilianeum, München

Grußwort Dr.-Ing. Heinrich Schroeter
Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

[es gilt das gesprochene Wort]

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich freue mich, Sie heute beim Parlamentarischen Frühstück des ZVI begrüßen zu dürfen. Als Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau weiß ich nur zu gut wie wichtig die Leistungen der Ingenieure im Öffentlichen Dienst sind.

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau versteht sich seit jeher als „Große Kammer“. Das heißt, wir vertreten die Interessen aller am Bau tätigen Ingenieure. Ganz gleich, ob es sich um Freiberufler, Angestellte oder Beamte handelt. Unser Anliegen ist es, Ihnen allen Gehör zu verschaffen, in der Politik, in der Öffentlichkeit, gegenüber ihren Geschäftspartnern.

Ob Büroeigentümer oder Ingenieur im Öffentlichen Dienst: beide haben das gleiche Ziel – ein Bauprojekt bestmöglich zu planen und zu realisieren. Dafür müssen beide Hand in Hand arbeiten. Auch der Freiberufler braucht einen gut ausgebildeten, sachkundigen Kollegen in der Verwaltung, mit dem er das Bauprojekt voranbringen kann.

Auch für die Zukunft muss gewährleistet bleiben, dass junge, fähige Ingenieurinnen und Ingenieure die wichtigen Aufgaben in der Verwaltung übernehmen. Das gelingt nur, wenn diese Verwaltung als Arbeitsplatz für die jungen Ingenieurinnen und Ingenieure attraktiv ist. Ihnen muss es möglich sein, praktische Erfahrungen zu sammeln und eine gute Fort- und Weiterbildung zu erhalten. Das gelingt nur, wenn eine ausreichende Zahl technischer Aufgaben bei der Verwaltung verbleibt.

Die Kammer begrüßt es, dass ein großer Teil der Planung inzwischen extern vergeben wird. Aber dies darf nicht zu Lasten von Ausbildung und Praxiserfahrung im öffentlichen Dienst gehen. Es muss ein für Ausbildung und Praxiserfahrung ausreichendes Volumen bei den Behörden verbleiben. Nur so können die Ingenieure im Öffentlichen Dienst kompetenter Partner der Freiberufler bleiben.

Dieser Tage ist oft davon zu hören, dass die öffentlichen Verwaltungen schlanker werden sollen.
Wir Menschen können nur bis zu einem gewissen Maß abnehmen, danach wird es ungesund. Das ist auch in der Berufswelt nicht viel anders. Wenn wir statt eines schlanken Staats irgendwann nur noch ein mageres und nicht leistungsfähiges Gerippe haben, ist keinem geholfen.

Deswegen meine Bitte an Sie, unsere Gesetzgeber: Erhalten Sie die Bauverwaltung als nicht nur verwaltende, sondern auch als planende Behörde mit adäquater personeller Ausstattung.

 

 

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