VFIB-Erfahrungsaustausch

7. November 2013, 10:20 Uhr
Kleiner Saal der Meistersingerhalle Nürnberg, Münchener Straße 19, 90478 Nürnberg
Grußwort von Dr.-Ing. Heinrich Schroeter
Präsident der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

[es gilt das gesprochene Wort]


Sehr geehrter Herr Staatsminister Herrmann,
sehr geehrter Herr Goj,
sehr geehrte Damen und Herren,

auch von meiner Seite ein herzliches Grüß Gott zum heutigen Erfahrungsaustausch des VFIB. Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau ist dem VFIB seit vielen Jahren eng verbunden. Die Kammer ist Gründungsmitglied im VFIB und unterstützt den VFIB in seinen verschiedenen Aktivitäten der Qualitätssicherung und der Aus- und Fortbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren in der Bauwerksprüfung.

Doch nicht nur ist die Kammer Mitglied im VFIB – umgekehrt sind auch mehrere Kammermitglieder im VFIB aktiv. Gleich drei Mitglieder unserer Kammer gehören dem Vorstand des VFIB an. Der amtierende VFIB-Vorsitzende Karl Goj, der Schatzmeister Herr Gärtner und der Beisitzer Dr. Willberg sind engagierte und geschätzte Mitglieder der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

So kommt es auch, dass seit nunmehr einem Jahr die Geschäftsstelle des VFIB in der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau angesiedelt ist. Im September 2012 haben der damalige Vorsitzende des VFIB, Herr Naumann, und ich den entsprechenden Vertrag unterzeichnet.

Unsere Ingenieurakademie Bayern arbeitet ebenfalls eng mit dem VFIB zusammen. So bietet die Ingenieurakademie Bayern in Zusammenarbeit mit dem VFIB und der BauAkademie Feuchtwangen regelmäßig die fünftägigen Lehrgänge „Bauwerksprüfung nach DIN 1076“ an, die so entscheidend zur Qualitätssicherung der Bauwerksprüfung beitragen. Außerdem realisieren sie gemeinsam das 2-tägige Praxisseminar Brückenprüfung nach DIN 1076, das 2-tägige Seminar Moderne Prüfverfahren in der Bauwerksdiagnose und das 2-tägige Seminar EDV-Programmsystem „SIB-Bauwerke“.

Der nächste Lehrgang „Bauwerksprüfung nach DIN 1076“ in Feuchtwangen findet übrigens schon nächste Woche statt, vom 11. bis 15. November.

Alle Teilnehmer, die die Abschlussprüfung des Lehrgangs bestehen, erhalten das begehrte VFIB-Zertifikat. Es ist das große Verdienst des VFIB mit diesem Zertifikat ein Instrument geschaffen zu haben, das den öffentlichen Auftraggebern eine wertvolle Orientierung gibt. Denn das Zertifikat belegt die Sachkunde des Teilnehmers. Mit der Teilnahme an den zweitägigen Lehrgängen ist eine Möglichkeit geschaffen worden, das Zertifikat zu verlängern. Absolventen können damit nachweisen, dass sie ihr Wissen auf dem aktuellsten Stand halten.

Für viele öffentliche Bauherren ist dieses Zertifikat inzwischen Voraussetzung für eine Beauftragung von externen Fachleuten zur Durchführung von Bauwerksprüfungen bei Straßen und Wegen. Dass dies gelungen ist, ist ein großer Erfolg, auf den der VFIB stolz sein kann.

120.000 zu prüfende Bauwerke gibt es bundesweit. Für sie alle ein einheitliches Niveau für Bauwerksprüfung zu definieren, ist keine einfache Aufgabe. Aber eine ausgesprochen wichtige. Denn die regelmäßige Überprüfung von Bauwerken wie Brücken ist unerlässlich für den Erhalt unserer modernen Infrastruktur. Nur durch sachkundige Inspektionen in definierten Zeiträumen können Schäden in der Bausubstanz rechtzeitig erkannt, bewertet und beseitigt werden, bevor die Verkehrssicherheit entscheidend beeinträchtigt wird.

Nur durch diese Prüfungen kann die Sicherheit für die Bürgerinnen und Bürger, die diese Infrastruktur ja täglich nutzen, gewährleistet werden. Und dort, wo es um Sicherheit geht, dürfen einfach keine Abstriche gemacht werden. Da ist es schön zu sehen, dass die Mitglieder des VFIB bereits jetzt, nur fünf Jahre nach der Gründung, schon sehr flächendeckend über die Republik verbreitet sind. Der VFIB hat Mitglieder in allen Bundesländern – und ich hoffe, es werden stetig mehr.

Zum dritten Mal findet heute der VFIB Erfahrungsaustausch statt. Und Sie sehen es ja selbst am Programm: es erwarten Sie jede Menge Fachvorträge von erfahrenen Bauwerksprüfern. Ich denke, jeder kann heute wieder etwas lernen und hoffentlich auch die ein oder andere konkrete Anregung für seine Arbeit mit nach Hause nehmen.

Der Erfahrungsaustausch ist auch etwas, das sich der VFIB auf die Fahnen geschrieben hat. Über neue Prüfmethoden zu sprechen, über die Vor- und Nachteile der verschiedenen Vorgangsweisen, ist lehrreich für uns alle und trägt dazu bei, die Qualität der Bauwerksprüfung in Deutschland weiter zu verbessern. Der Vorstand wie auch der Beirat der VFIB arbeitet ehrenamtlich. Sie engagieren sich in diesem Verein neben ihrer Hauptarbeit in Ministerien, Ämtern, Städten und Gemeinden und anderen mehr. Sie nehmen sich die Zeit, Ihr Wissen und Ihre Erfahrung hier in den VFIB einzubringen. Das ist nicht selbstverständlich. Es ist vor allem aller Ehren wert. Ich denke, ich spreche im Namen aller, wenn ich Ihnen an dieser Stelle ein großes Dankeschön für Ihren ehrenamtlichen Einsatz ausspreche.

Und nun freuen Sie sich gemeinsam mit mir auf den ersten von insgesamt zehn Vorträgen des heutigen Tages.

 

 

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