BDB-Neujahrsempfang 2015

am Samstag, 31. Januar 2015, ab 17.00 Uhr
forum baucultur (3. OG), Erika-Mann-Str. 11, 80636 München

Grußwort Dipl.-Ing. (FH) Alexander Lyssoudis
Vorstandsmitglied der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau

[Es gilt das gesprochene Wort]


Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrte Frau Bartl,
sehr geehrter Herr Mirbach,
liebe BDB-Mitglieder,


als BDB-Mitglied freue ich mich sehr, heute beim Neujahrsempfang dabei zu sein. Von unserem Präsidenten der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau, Dr.-Ing. Heinrich Schroeter, soll ich Sie alle herzlich grüßen. Er wäre heute selbst gern hier, ist leider jedoch aus persönlichen Gründen verhindert.

Lassen Sie mich zuallererst dem BDB einen herzlichen Dank aussprechen. Einen Dank für die langjährige gute Zusammenarbeit, die – wie mir scheint – in der letzten Zeit noch intensiver wird.

Die Kammer lebt von den Verbänden, sie sind unsere Lebensader. Die Kammer ist als berufsständische Vertretung mit der notwendigen rechtlichen Ausstattung das Sprachrohr aller Ingenieure im Bauwesen. Die Impulse für unsere Kammerarbeit kommen zu einem großen Teil aus den Verbänden. Und wir versuchen, diese Anliegen so gut es geht umzusetzen – zum Beispiel bei den parlamentarischen Gesprächen, die der Kammervorstand regelmäßigen mit Politikern führt. Daher auch hier wieder das Angebot: Teilen Sie uns Ihre Anliegen mit. Wir tragen diese gern weiter und setzen sie auf die Tagesordnungen der parlamentarischen Gespräche.

Der BDB ist von jeher einer der besonders aktiven Verbände. Viele BDB-Mitglieder sind auch Mitglied der Kammer und ihrer verschiedenen Gremien. Ob in Arbeitskreisen, in Ausschüssen oder im Vorstand – der BDB ist auf allen Ebenen vertreten. Und das freut mich sehr, denn unsere Kammer lebt nun mal vom Ehrenamt und davon, dass die verschiedenen Verbände sich in die Kammerarbeit einbringen.

Im Januar haben wir in der Geschäftsstelle ein Verbändegespräch durchgeführt, auf das wir sehr große und gute Resonanz hatten. Der BDB war natürlich auch bei diesem Gespräch vertreten. Wir möchten ein solches Verbändegespräch auch im nächsten Jahr wieder abhalten, um dem Austausch zwischen Kammer und Verbänden auch einen festen und würdigen Rahmen zu geben.

Ganz herzlich bedanken darf ich mich auch dafür, dass in der Mitgliederzeitschrift des BDB regelmäßig über Veranstaltungen und Aktivitäten unserer Kammer berichtet wird. So machen Sie auch allen BDB-Mitgliedern, die der Kammer nicht angehören, sichtbar, welche Arbeit die Kammer leistet. Und vielleicht überzeugt das ja den ein oder anderen, auch noch in unserer Kammer Mitglied zu werden.

Was mir auch persönlich sehr imponiert, ist, dass der BDB ein Verband für Ingenieure und Architekten ist. Das passt deswegen so gut, weil in der Praxis Ingenieure und Architekten Hand in Hand arbeiten. Und nur, wenn diese Zusammenarbeit gut funktioniert, entsteht am Ende ein Bauwerk, das in allen Belangen gut ist. Die großen Baumeister von früher, die noch alle Aufgaben selbst ausgeführt haben, die gibt es heute nicht mehr. Unsere Arbeitsfelder sind viel zu diffizil geworden und variieren stark. Wenn ich da allein an die Bandbreite denke, die die Mitglieder unserer Kammer abdecken, wird deutlich, wie viele verschiedene Spezialisten man heute fürs Bauen braucht.

Manchmal wird uns Ingenieuren aber auch vorgeworfen, dass wir uns hinter unserem technischen Wissen verstecken. Ein Laie versteht dann oftmals nur Bahnhof. Lassen Sie mich Ihnen dazu noch eine kurze Geschichte erzählen:

Ein Mann fliegt einen Heißluftballon und bemerkt, dass er die Orientierung verloren hat. Er reduziert seine Höhe und macht schließlich einen Mann am Boden aus. Er lässt den Ballon noch weiter sinken und ruft: „Entschuldigung, können Sie mir helfen? Ich versprach meinem Freund, ihn vor einer halben Stunde zu treffen, aber ich weiß nicht, wo ich mich befinde.“

Der Mann am Boden sagt: „Sie befinden sich in einem Heißluftballon. Ihre Position ist zwischen 40 und 42 Grad nördliche Breite, und zwischen 58 und 60 Grad westliche Länge.“

„Sie müssen Ingenieur sein“, sagt der Ballonfahrer. „Bin ich“, antwortet der Mann. „Wie kommen Sie darauf?“ „Sehen Sie“, sagt der Ballonfahrer, „alles, was Sie mir gesagt haben, ist technisch korrekt, aber ich habe keine Ahnung, was ich mit Ihren Informationen anfangen soll – ich weiß immer noch nicht, wo ich bin.“

Der Ingenieur sagt hierauf: „Sie müssen dann ein Manager sein.“ „Bin ich“, antwortet der Ballonfahrer, „Wie kommen Sie darauf?“ „Nun“, sagt der Ingenieur, „Sie wissen nicht, wo Sie sind, oder wohin Sie gehen. Sie haben ein Versprechen gegeben, von dem Sie keine Ahnung haben, wie Sie es einhalten können, und Sie erwarten, dass ich Ihnen dieses Problem löse. Tatsache ist: Sie befinden sich in exakt derselben Position, in der Sie waren, bevor wir uns getroffen haben, aber irgendwie ist jetzt alles meine Schuld.“

Damit darf ich schließen. Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen noch viele interessante Gespräche unter Kollegen – natürlich ohne Missverständnisse und ohne Schuldzuweisungen.

 

 

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