Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2014

Konjunkturumfrage 2014 - Ergebisse


Die Konjunkturumfrage 2014 ist beendet. Vielen Dank an alle Teilnehmer für die Mitwirkung.

Die berufspolitische Situation von Ingenieuren und  Ingenieurbüros positiv zu beeinflussen ist Aufgabe und Ziel der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau. Als „Große Kammer“,  die alle bayerischen Ingenieure aus Bauwesen, Freien  Berufen  und  öffentlichem Dienst unter ihrem Dach vereint, vertreten wir ihre Anliegen in Politik, Wirtschaft,  Verwaltung  und  Öffentlichkeit mit einer Stimme.

Die  Grundlage  für diese Tätigkeit sind aktuelle Daten über  die Leistungen unserer  Mitglieder und die Veränderungen  in den Ingenieurbüros in den vergangenen Jahren. Deswegen führen wir regelmäßig eine bayernweite Konjunkturumfrage  durch. 

Ergebnisse der Konjunkturumfrage 2014 (PDF)

Geschäfts- und Auftragslage verbessert – Mangel an Ingenieuren verschärft sich


Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Geschäfts- und Auftragslage der bayerischen Planungsbüros weiter verbessert. Auch den kommenden Monaten sieht die große Mehrheit der Ingenieure und Ingenieurbüros mit positiven Erwartungen entgegen. Das geht aus der Konjunkturumfrage 2014 hervor, welche die Bayerische Ingenieurekammer-Bau unter ihren rund 6.300 Mitglieder durchgeführt hat. Darunter sind 3400 Inhaber von Ingenieurbüros und freiberuflich sowie gewerblich tätige Ingenieure. An der Konjunkturumfrage 2014 haben 303 Inhaber von Ingenieurbüros und Ingenieure teilgenommen.

Die Auswertung der Antworten zeigt auf den ersten Blick: Die Gesamtsituation wird positiv eingeschätzt und auch den zukünftigen Entwicklungen blicken die bayerischen Ingenieurbüros mit positiven Erwartungen entgegen.

Trotz der überwiegend positiven Einschätzung zeichnen sich auch negative Entwicklungen ab. So hat sich der Mangel an Ingenieuren auf dem Arbeitsmarkt weiter verschärft. Fast die Hälfte der befragten Ingenieurbüros (48,5 Prozent) haben offene Stellen zu besetzen und beinahe drei Viertel der Büros (73,2 Prozent) geben an, Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen mit qualifiziertem Personal zu haben. Dies wird auch durch eine deutliche Verschiebung hin zu höheren Einstiegsgehältern für Studienabsolventen bestätigt.

Allgemeine Geschäftslage gut bis sehr gut – positive Auftragslage - Auftragsvolumen gestiegen 


Die allgemeine Geschäftslage ihres Planungsbüros bewerten 23 Prozent der Teilnehmer als sehr gut (Vorjahr 24,3) und 60,1 Prozent als gut (Vorjahr 50 Prozent). 13,2 Prozent der Befragten bewerten die allgemeine Geschäftslage als befriedigend (Vorjahr 22 Prozent). Als schlecht wird sie von 3 Prozent (Vorjahr: 3,4) beurteilt, als sehr schlecht von 0,7 Prozent (Vorjahr 0,4).

Die Auftragslage wird positiv eingeschätzt, das Auftragsvolumen ist im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Auftragslage wird von über 84 Prozent der Befragten (Vorjahr 75,7) als gut bis sehr gut bewertet und von 11,6 Prozent der Teilnehmer als befriedigend (Vorjahr 18,7). Ihre Auftragslage sei schlecht gaben 4,4 Prozent der Teilnehmer (Vorjahr 5,6) an. 

Insgesamt hat das Auftragsvolumen im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen. Bei 50 Prozent ist das Auftragsvolumen im Vergleich zum Vorjahr (38,7 Prozent) gestiegen. Gleich geblieben ist das Auftragsvolumen bei 39,4 Prozent (Vorjahr 38,7) und gesunken ist es bei 10,7 Prozent (Vorjahr 18,7).


Umsätze gestiegen - gute Ertragslage - Investitionen in die Zukunft


Ein positiver Trend war auch bei den Fragen nach der Ertragslage und dem Umsatz zu verzeichnen.

Insgesamt sind die Umsätze der Ingenieurbüros im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Bei 5,4 Prozent der Mitglieder sind die Umsätze stark gestiegen (Vorjahr 4,7), bei 39,6 Prozent (Vorjahr 34,5) gestiegen und bei 42,9 Prozent (Vorjahr 45,5) gleich geblieben. Sinkende Umsätze verzeichneten 12,2 Prozent (Vorjahr 15,3).

Die momentane Ertragslage ihres Planungsbüros beurteilten 13,3 Prozent als sehr gut (Vorjahr 15,3), 48,5 Prozent als gut (Vorjahr 33,7) und 27,6 Prozent als befriedigend (Vorjahr 41,2). Als schlecht wurde die aktuelle Ertragslage von 8,2 Prozent (Vorjahr 10,5) beurteilt und von 1,4 Prozent als sehr schlecht (Vorjahr 1,1). Gegenüber dem Vorjahresstand hat sich die Ertragslage der Planungsbüros bei 38,1 Prozent der Teilnehmer verbessert (Vorjahr 30). Bei 50,5 Prozent hat sie sich nicht verändert (Vorjahr 50) und bei 11,4 Prozent verschlechtert (Vorjahr 20).

Bei der Auswertung der Frage nach dem Ertrag vor Steuern ergibt sich folgendes Bild: Bei 12,3 Prozent lag der Ertrag vor Steuern bei über 500.000 Euro (Vorjahr 11,8). Bei 34,3 Prozent lag er zwischen 100.000 und 500.000 Euro (Vorjahr 26,9), bei 24,2 Prozent zwischen 50.000 und 100.000 Euro (Vorjahr 26,5) und bei 29,3 Prozent der Befragten unter 50.000 Euro (Vorjahr 34,7). 

Die wirtschaftliche Situation ermöglicht es den Planungsbüros konsequent und nachhaltig in die Zukunft zu investieren: 39,4 Prozent der Teilnehmer haben ihre Investitionsausgaben gesteigert (Vorjahr 36,7), bei 47,1 Prozent sind die Ausgaben gleich geblieben (Vorjahr 51) und bei 13,5 Prozent (Vorjahr 12,4) gesunken. Bis Oktober 2014 planen 34,4 Prozent der Befragten, ihre Investitionen weiter zu steigern (Vorjahr 23 Prozent), bei 54,3 Prozent werden sie gleich bleiben (Vorjahr 65,2) und bei 11,2 Prozent sinken (Vorjahr 11,7).


Ingenieurbüros blicken positiv in die Zukunft


Die bayerischen Planungsbüros blicken deutlich positiver als noch im Vorjahr in die Zukunft. 43,3 Prozent (Vorjahr 35) gehen von einer Steigerung der Umsätze bis Oktober 2014 aus. Gleich bleibende Umsätze erwarten 48,2 Prozent (Vorjahr 52) der Teilnehmer, sinkende Umsätze 8,4 Prozent (Vorjahr 13).
Mit einem erhöhten Auftragsvolumen rechnen 41,7 Prozent (Vorjahr 32,4) und mit einem gleichbleibenden Auftragsvolumen 51,3 Prozent (Vorjahr 52,8). 7 Prozent der Teilnehmer gehen von einem sinkenden Auftragsvolumen aus, in der Vorjahresumfrage waren dies noch 14,8 Prozent.

Bei der Frage nach der Ertragslage rechnen 38,7 Prozent (Vorjahr 29,9) der Befragten mit einer Verbesserung bis zum Oktober 2014. 51,8 Prozent der Teilnehmer (Vorjahr 58,8) erwarten, dass sich die Ertragslage nicht verändern wird und 9,5 Prozent gehen von einer Verschlechterung der Ertragslage aus (Vorjahr 11,4).


Mitarbeiterzahlen steigend – Ingenieurmangel verschärft sich - Schwierigkeiten bei Stellenbesetzung


Die Mehrheit der an der Umfrage teilnehmenden bayerischen Ingenieurbüros haben bis zu 5 Mitarbeiter (54,5 Prozent - Vorjahr 54,7). 33,4 Prozent (Vorjahr 31,2) beschäftigen zwischen 6 und 25 Mitarbeiter, der Rest über 25 Mitarbeiter (12,2 Prozent - Vorjahr 14,2). Im Vergleich mit der Situation im Vorjahr hat sich bei 33,4 Prozent der Planungsbüros die Zahl der Mitarbeiter erhöht (Vorjahr 32,2), bei 59,1 Prozent hat sie sich nicht verändert (Vorjahr 59,5) und bei 7,4 Prozent verringert (Vorjahr 8,3).
Eine deutlich höhere Zahl der Planungsbüros im Vergleich zum Vorjahr will weiter einstellen. So planen 32,9 Prozent, die Anzahl der Mitarbeiter bis Oktober zu erhöhen (Vorjahr 20,3). Beim Großteil wird sich die Mitarbeiterzahl aber nicht verändern (63,5 Prozent, Vorjahr: 77), lediglich 3,6 Prozent rechnen mit einer Verringerung (Vorjahr: 2,7).

Fast die Hälfte der befragten Ingenieurbüros (48,5 Prozent) hat offene Stellen (Vorjahr: 38,8). Beinahe drei Viertel der Büros (73,2 Prozent) haben Schwierigkeiten, qualifizierte Stellen zu besetzen (Vorjahr: 63,6). Hier zeigt sich klar, dass sich der gerade bei den Ingenieuren im Bauwesen seit einigen Jahren bestehende Mangel an qualifiziertem Personal auf dem Arbeitsmarkt weiter verschärft. Obwohl die Zahl der Absolventen im Bereich Bauingenieurwesen langsam wieder ansteigt, liegt der Einstellungsbedarf deutlich über den Absolventenzahlen.

Am gefragtesten sind bei den Ingenieurbüros weiterhin Mitarbeiter für den Konstruktiven Ingenieurbau (59,8 Prozent - Vorjahr 58,8), gefolgt von den Bereichen Technische Ausrüstung (15,4 Prozent - Vorjahr 14,5), Verkehrswesen und Raumplanung (13,6 Prozent - Vorjahr 16,4), Wasser, Abwasser, Abfall (12,6 Prozent - Vorjahr 18,8), Baubetrieb und Objektüberwachung (11,2 Prozent – Vorjahr 15,8), Sachverständigenwesen bzw. Gutachtertätigkeit (11,2 Prozent - Vorjahr 9,7), Projekt- und Objektmanagement (10,7 Prozent - Vorjahr 16,4), Gebäudeplanung/Sanierungsplanung (8,9 Prozent - Vorjahr 11,5), Bauphysik (8,4 Prozent - Vorjahr 7,9), Elektrotechnik (7,5 Prozent - Vorjahr 11,5), Vermessung und Geoinformation (6,1 Prozent - Vorjahr 6,1), Umwelt und Energie (6,1 Prozent - Vorjahr 10,9), Geotechnik (4,7 Prozent - Vorjahr 4,8) und SiGeKo (2,8 Prozent - Vorjahr (5,5).

Gesucht werden vor allem Diplom-Ingenieure mit Fachhochschulabschluss (62,6 Prozent - Vorjahr 78,8). Aber auch Ingenieure mit Master-Abschluss (48,5 Prozent - Vorjahr 60,9) und Bachelor-Abschluss (41,3 Prozent - Vorjahr 47,4) werden häufig nachgefragt. Nachfrage nach Master- und Bachelor-Absolventen übertrifft dabei die Nachfrage nach den Diplom-Ingenieuren mit Universitätsabschluss (39,8 Prozent- Vorjahr 53,2). Die Nachfrage nach freien Mitarbeitern ist mit 25,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (19,2 Prozent) deutlich gestiegen. 


Öffentliche, private und Auslandsaufträge


Der Anteil der öffentlichen Auftraggeber verteilt sich unterschiedlich. 13,2 Prozent haben gar keine öffentlichen Aufträge (Vorjahr 15,1), bei 28,4 Prozent der Umfrageteilnehmer beträgt der Anteil der öffentlichen Auftraggeber bis zu 20 Prozent (Vorjahr 28), bei 37,3 Prozent liegt der Anteil zwischen 20 und 60 Prozent (Vorjahr 28). 21 Prozent (Vorjahr 28,9) gaben an, dass über 60 Prozent aller Aufträge aus der öffentlichen Hand stammen. Der Anteil der öffentlichen Aufträge ist bei der großen Mehrheit der Planungsbüros im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben (67,3 Prozent - Vorjahr 68) und 68,4 Prozent gehen davon aus, dass der Anteil der öffentlichen Auftraggeber bis Oktober 2014 gleich bleiben wird (Vorjahr 78,5). 

Die Zahlungsmoral der öffentlichen Auftraggeber beurteilen 62,4 Prozent (Vorjahr 46,9) mit gut bzw. sehr gut, bei den privaten Auftraggebern sind dies 62,3 Prozent (Vorjahr 56,4). 12,2 Prozent der Befragten (Vorjahr 15,5) beurteilt die Zahlungsmoral der öffentlichen Auftraggeber als schlecht, bei den privaten Auftraggebern sind dies nur 7,9 Prozent (Vorjahr 7,9).

Der Anteil der Aufträge aus dem Ausland hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert, hier bietet sich nach wie vor noch unerschlossenes Potenzial. Knapp ein Drittel der Teilnehmer (30,8 Prozent - Vorjahr 27,8) haben Auslandsaufträge, die große Mehrheit mit 69,3 Prozent aller Teilnehmer (Vorjahr 72,2) gab an, keine Auslandsaufträge zu haben.

Rechtsform und Fachbereiche


Bei der Rechtsform der Planungsbüros stehen „Freier Beruf“ (49 Prozent - Vorjahr (49,8) und die GmbH (40,3 Prozent - Vorjahr 39) an der Spitze. Dass die bayerischen Planungsbüros auf eine lange Tradition der Kontinuität zurückblicken können zeigt sich daran, dass 32,6 Prozent der Büros seit mehr als 10 Jahren und 40,7 Prozent seit über 20 Jahren bestehen. 54,8 Prozent der bayerischen Büros sind in einem Umkreis bis zu 250 km tätig, 22,4 Prozent deutschlandweit, 10,4 Prozent europaweit und 12,4 Prozent weltweit.

Bei den Fachbereichen ergibt sich folgendes Bild: 

62,3 Prozent der befragten Planungsbüros sind im Konstruktiven Ingenieur- und Hochbau tätig (Vorjahr 61,1), 30,4 Prozent arbeiten im Sachverständigenwesen bzw. führen Gutachtertätigkeiten durch (Vorjahr 28,8).

Im Bereich Bauphysik sind 22,6 Prozent der Befragten Vorjahr 24,5) tätig, 20,2 Prozent arbeiten im Bereich Baubetrieb und Objektüberwachung (Vorjahr 25,3) und 18,7 Prozent in der Gebäude- und Sanierungsplanung Vorjahr 24,9).

Darauf folgen mit je 17,9 Prozent Wasser, Abfall, Abwasser (Vorjahr 24) sowie Projekt- und Objektmanagement (16,6 Prozent - Vorjahr 16,6). Im Bereich Verkehrswesen und Raumplanung waren 17,5 Prozent (Vorjahr 21,8) tätig, gefolgt von SiGeKo (16,7 Prozent - Vorjahr 21), Technische Ausrüstung (13,2 Prozent - Vorjahr 15,7), Vermessung und Geoinformatik (12,1 Prozent - Vorjahr 15,3), Umwelt und Energie ( 7 Prozent - 14,8), Elektrotechnik (6,6 Prozent - Vorjahr 9,6) und Geotechnik (4,7 Prozent – Vorjahr 4,8).


Ingenieurgehälter, Jahresgehälter und -einkommen


Bei den Fragen nach den Ingenieurgehältern und dem durchschnittlichen Bruttoeinstiegsgehalt für Studienabsolventen (Bruttojahresgehalt bzw. zu versteuerndes Jahreseinkommen, 40 Stunden Woche inkl. 13. Monatsgehalt/Urlaubsgeld) ergibt sich folgendes Bild:

Bei den Beratenden bzw. selbstständig oder freiberuflich tätigen Ingenieuren verdienen 20,4 Prozent bis 50.000 Euro, 24,6 Prozent zwischen 50.000 und 70.000 Euro und 55 Prozent über 70.000 Euro.

Bei den Angestellten verdienen 26,5 Prozent bis 40.000 Euro, 26,5 Prozent zwischen 40.000 und 50.000 Euro, 22,2 Prozent zwischen 50.000 und 60.000 Euro und 24,7 Prozent über 60.000 Euro.

Bei den Leitenden Angestellten verdienen 17 Prozent bis 50.000 Euro, 16,6 Prozent zwischen 50.000 und 60.000 Euro, 33 Prozent zwischen 60.000 und 70.000 und 34 Prozent über 70.000 Euro.

Bei den Studienabsolventen lässt sich eine deutliche Verschiebung in Richtung höherer Einstiegsgehälter feststellen. Bei rund der Hälfte der Studienabsolventen liegt das durchschnittliche Bruttoeinstiegsgehalt mit 50,3 Prozent (Vorjahr 68,3) zwischen 30.000 und 40.000 Euro. Der Anteil mit einem Einstiegsgehalt über 40.000 Euro ist von 10 Prozent im Vorjahr auf aktuell 32,9 Prozent deutlich gestiegen. Gleichzeitig ist der Anteil mit einem Einstiegsgehalt unter 30.000 Euro von 21,7 Prozent im Vorjahr auf 16,7 Prozent gesunken.

Planungswettbewerbe


Um ein Stimmungsbild der bayerischen Ingenieurbüros zur Teilnahme an Planungswettbewerben zu erhalten, wurde die Konjunkturumfrage 2014 um drei Fragen zu diesem Themenfeld erweitert.

42,1 Prozent der Befragten gaben an, noch nie an einem Planungswettbewerb teilgenommen zu haben. Jeweils 20,7 Prozent der Teilnehmer haben entweder an reinen Ingenieurwettbewerben teilgenommen oder in einem festen Team aus Architekt und Ingenieur an interdisziplinären Planungswettbewerben teilgenommen. Weitere 16,5 Prozent haben Architekten bei Planungswettbewerben beraten, waren selbst jedoch nicht Teilnehmer des Wettbewerbs.

Grundsätzlich hat rund die Hälfte der Befragten (50,6 Prozent) Interesse, an interdisziplinären Planungswettbewerben als Team „Architekt und Ingenieur“ teilzunehmen, weitere 5,6 Prozent jedoch nur dann, wenn die Federführung beim Ingenieur liegt. Generell kein Interesse, an Planungswettbewerben teilzunehmen, haben 37,1 Prozent der Gefragten, weitere 7,2 Prozent möchten jedoch (weiterhin) Architekten bei Wettbewerben beraten.

Von den Befragten, die bereits in der Vergangenheit Architekten bei Wettbewerben beraten haben, erhielt die große Mehrheit von 55,2 Prozent kein Honorar für die Beratung, wurde jedoch im weiteren Projektverlauf mit Ingenieurleistungen beauftragt. Bei 23,3 Prozent wurde die Ingenieurleistung in einem gesonderten Verfahren (z.B. VOF-Verfahren) ohne Berücksichtigung der Mithilfe im Wettbewerbsteam an ein anderes Ingenieurbüro vergeben und 21, 6 Prozent erhielten ein angemessenes Honorar für die Beratung, wurden jedoch im weiteren Projektverlauf nicht berücksichtigt.


Fazit: Weiterhin positive Geschäfts- und Auftragslage - Mangel an Ingenieuren verschärft sich


Die finanzielle und wirtschaftliche Situation der bayerischen Ingenieurbüros hat sich insgesamt betrachtet in den vergangenen Monaten verbessert. Das belegen die Zahlen zur Geschäfts- und Auftragslage. Auch die Erwartungen für die kommenden Monate sind zum größten Teil positiv.

Leider gibt es natürlich auch trotz der guten Zahlen auch Planungsbüros, denen es nicht so gut geht. So gaben 3,7 Prozent (Vorjahr 3,8) der Teilnehmer an, ihre Geschäftslage sei schlecht oder sehr schlecht. Die Auftragslage ihres Planungsbüros bewerteten 4,4 Prozent (Vorjahr 5,6) mit schlecht oder sehr schlecht.

Große Sorgen bereitet den Ingenieur- und Planungsbüros die immer schwieriger werdende Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Hier hat sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr noch deutlich weiter verschärft. Der beträchtliche Mangel an Ingenieuren gefährdet nicht nur die Entwicklung neuer Produkte und Technologien, auch Marktchancen können nicht genutzt werden. Dies beeinträchtigt Attraktivität und Entwicklung des Wirtschaftsstandorts Bayern.

Eine Verknappung von insbesondere natur- und ingenieurwissenschaftlichem Personal nicht nur auf dem Arbeitsmarkt sondern auch in der Forschung und Entwicklung lassen Auswirkungen auf die Innovationsfähigkeit vieler Unternehmen befürchten und erweisen sich damit als Wachstumsbremse - mit negativen Folgen für unser hoch entwickeltes Gemeinwesen und den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Bayern.

Die aktuelle Konjunkturumfrage der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau belegt, wie wichtig die Arbeit der Ingenieure im Bauwesen für Gesellschaft und Wirtschaft sind: Die 97.000 Ingenieurbüros in Deutschland verzeichnen über 41 Milliarden Euro Umsatz. Die 17.000 bayerischen Ingenieurbüros Ingenieurbüros steuern dabei mit 8,3 Milliarden Euro rund ein Fünftel des bundesweiten Umsatzes bei. Mit ihren rund 40.000 Arbeitsplätzen verzeichnen sie die höchste Beschäftigung in den technologieorientierten wissensintensiven Unternehmensdienstleistungen in Bayern. Die mittelständischen Ingenieurbüros in Deutschland betreuen dabei Bauinvestitionen von rund 217 Mrd. Euro und beschäftigen mehr als 300.000 Menschen. Etwa 60.000 jungen Menschen geben sie durch Ausbildungsplätze, Praktikanten- und Diplomandenstellen eine Perspektive.

(Quellen: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, Statistisches Bundesamt, Umsatzsteuerstatistik, VDI) 


Grafiken und Statistiken


Geschäfts-, Auftrags- und Ertragslage / Umsätze / Investitionen  

Konjunkturumfrage

Konjunkturumfrage

Konjunkturumfrage

Konjunkturumfrage


Beschäftigung / Mitarbeiter / Offene Stellen   

Konjunkturumfrage

Konjunkturumfrage

Konjunkturumfrage



Konjunkturumfrage


Öffentliche und private Auftraggeber


Konjunkturumfrage

Konjunkturumfrage


Außenwirtschaft / Auslandsaufträge


Konjunkturumfrage


Rechtsform / Angaben zum Unternehmen / Einzugsbereich / Fachbereiche


Konjunkturumfrage

Konjunkturumfrage


Ingenieurgehälter / Bruttojahresgehalt / Jahreseinkommen

Konjunkturumfrage

Konjunkturumfrage

Planungswettbewerbe



KonjunkturumfrageKonjunkturumfrage

Artikelserie: Neues Bauvertragsrecht zum 1. Januar 2018

Neues Bauvertragsrecht Teil 6 – Teilabnahme und Gesamtschuld beim Ingenieurvertrag

Förderung von Energieberatungen für Wohngebäude

Neue BAFA-Richtlinie ab 01.12.2017

Vorlagen für den Standard-Schriftverkehr in Ingenieurbüros

Bayerische Ingenieurekammer-Bau entwickelt 16 kostenfreie Vorlagen

Nachfolge planen - Erfolg sichern

Start der Offensive Unternehmensnachfolge.Bayern

Es werden genug Wohnungen genehmigt – sie müssen nur gebaut werden

KfW Research-Analyse der deutschen Wohnungsmärkte mit Prognose bis 2030

 

Projekte unserer Mitglieder

Bayerische
Ingenieurekammer-Bau

Körperschaft des öffentlichen Rechts

Schloßschmidstraße 3
80639 München
Telefon 089 419434-0
info@bayika.de

Planer- und Ingenieursuche
Partner Mittelstandspakt Bayern

Partner Klima-Allianz Bayern