09.10.2026 - München
Gemeinsam mit dem Bayerischen Gemeindetag und dem Bayerischen Städtetag hat die Bayerische Architektenkammer eine neue Arbeitshilfe veröffentlicht, um Kommunen dabei zu unterstützen, die Möglichkeiten des Bau-Turbo verantwortungsvoll zu nutzen. Die praxisorientierte Handreichung erläutert die rechtlichen Grundlagen und zeigt, wie schneller Wohnraum geschaffen werden kann, ohne städtebauliche Qualität, Nachhaltigkeit und Ortsbild aus dem Blick zu verlieren.
Mit dem sogenannten Bau-Turbo hat der Gesetzgeber neue Instrumente entwickelt, um die Schaffung von Wohnraum deutlich zu beschleunigen. Die neuen Regelungen eröffnen Städten und Gemeinden weitreichende Möglichkeiten, von bestehenden planungsrechtlichen Vorgaben abzuweichen und Wohnbauvorhaben schneller zu realisieren. Gleichzeitig wächst damit die Verantwortung, qualitätsvolle, nachhaltige und ortsverträgliche Entscheidungen zu treffen.
Um Kommunen bei dieser anspruchsvollen Aufgabe zu unterstützen, hat die Bayerische Architektenkammer gemeinsam mit dem Bayerischen Gemeindetag und dem Bayerischen Städtetag eine neue Arbeitshilfe zum Bau-Turbo veröffentlicht.
Die praxisorientierte Handreichung erläutert die rechtlichen Grundlagen der neuen Regelungen und zeigt auf, wie die Instrumente verantwortungsvoll im Sinne einer qualitätsvollen Stadt- und Ortsentwicklung eingesetzt werden können.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden kann, ohne dabei städtebauliche Qualität, Freiraumstrukturen, Klimaresilienz oder das Ortsbild aus dem Blick zu verlieren. Die Arbeitshilfe empfiehlt Kommunen insbesondere, eigene städtebauliche Leitlinien zu entwickeln und klare Zielvorstellungen zu formulieren. Checklisten unterstützen dabei, Vorhaben systematisch zu bewerten, Risiken frühzeitig zu erkennen und Entscheidungen nachvollziehbar zu dokumentieren.
Wie Prof. Lydia Haack, Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, im Vorwort betont, sollte das Leitmotiv dabei lauten: „Bauen! Aber nicht verbauen!“ Die neuen Handlungsspielräume des Bau-Turbo seien eine Chance, benötigten Wohnraum schneller zu schaffen. Zugleich müssten Gemeinden darauf achten, dass beschleunigte Verfahren mit nachhaltiger Entwicklung und hoher baukultureller Qualität verbunden werden.
Die Arbeitshilfe richtet sich insbesondere an kommunale Entscheidungsträger/innen, Verwaltungen sowie alle Beteiligten, die Wohnbauvorhaben im Rahmen des Bau-Turbo begleiten und umsetzen.
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Quelle: Bayerische Architektenkammer, Grafiken: BMWSB, ByAK
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