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Wohnungsbaupolitische Forderungen an neue Landesregierung

Verbändebündnis Impulse für den Wohnungsbau in Bayern

24.10.2018 - München

Wohnungsbaupolitische Forderungen an neue Landesregierung

Das Aktionsbündnis Impulse für den Wohnungsbau Bayern, dem auch die Bayerische Ingenieurekammer-Bau angehört, hat ein Positionspapier mit Forderungen an die neue Landesregierung veröffentlicht. Gefordert wird die Mobilisierung von Bauland, die Schaffung von kostengünstigem Wohnraum sowie Investitionsanreizen für Neubau und Modernisierung.

Das Positionspapier 2018 wurde in der Woche nach der Landtagswahl in Bayern an die neu gewählten Abgeordneten versandt.

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau ist langjähriges Mitglied des Aktionsbündnisses, zu dem sich Spitzenverbände der Wohnungs-, Bau- und Baustoffwirtschaft, des Mieterbundes und der Gewerkschaft IG BAU zusammengeschlossen haben.

Lineare Normalabschreibung erhöhen

Das Aktionsbündnis lieferte auch direkt Lösungsvorschläge für die aufgezeigten Problematiken. Die lineare Normalabschreibung von Gebäuden müsse dauerhaft von 2 auf 3 Prozent erhöht werden. Genehmigungsverfahren müssten beschleunigt und Nachhaltigkeit gefördert werden. Auch die Anbindung des ländlichen Raumes an die Ballungsgebiete müsse verbessert werden.

Seit 2010 nimmt die Zahl der genehmigten und fertiggestellten Wohnungen in Bayern kontinuierlich zu. Gemessen am Bedarf werden aber seit Jahren viel zu wenige bezahlbare Wohnungen gebaut. Stark steigende Mieten, Wohnungsknappheit und explodierende Grundstückspreise sind die Folge.

"Die Absichtserklärungen im Koalitionsvertrag der Bundesregierung und zuletzt auch die vom Wohngipfel im Bundeskanzleramt beschlossenen Maßnahmen zur Sicherung des bezahlbaren Wohnens, zur Baulandmobilisierung, zur Baukostensenkung und zur Fachkräftesicherung zeigen, dass die Lösung der wohnungspolitischen Aufgaben bislang nicht an mangelnder Erkenntnis, sondern an deren Umsetzung gescheitert ist", konstatierte der Sprecher des Aktionsbündnisses, Dr. Hannes Zapf.

Anreite für Wohnungsbau und Investitionen

Alle staatlichen Maßnahmen werden nach Überzeugung des Bündnisses nur dann wirken, wenn sie Anreize für den Wohnungsbau verstetigen und dauerhaft eine verlässliche Basis für Investitionen der Akteure bieten. Die Bauwirtschaft werde ihre Kapazitäten nur dann weiter ausbauen, wenn sie die Gewissheit habe, dass zusätzliche Investitionen in Fachkräfte, Betriebsstätten und Maschinen auch in fünf und zehn Jahren noch gebraucht würden.

Das gelte besonders für steuerliche Anreize. Die lineare Normalabschreibung von Gebäuden müsse dauerhaft von 2 auf 3 Prozent erhöht werden. Denn im Hinblick auf den steigenden Anteil der Anlagentechnik an den Baukosten liege die gemittelte Nutzungsdauer von Immobilien nur noch bei 35 statt 50 Jahren.

Stärkung des bezahlbaren Mietwohnungsbaus

Auch die Stärkung des bezahlbaren Mietwohnungsbaus erfordere vor allem langfristig verlässliche steuerliche Rahmenbedingungen für private Investoren, die weit über die jetzt vom Wohngipfel beschlossene vierjährige Sonderabschreibung für den Mietwohnungsneubau hinausgingen.

"Auch mehr sozialer Wohnungsbau ist dringend erforderlich. Deshalb muss Bayern zusätzlich zu den jetzt vom Bund für die Jahre 2018 bis 2021 zugesagten Finanzhilfen für den sozialen Wohnungsbau eine ordentliche Schippe obendrauf legen", so Zapf.

Die Partner des Aktionsbündnisses Impulse für den Wohungsbau in Bayern

Die Partner des Aktionsbündnisses Impulse für den Wohungsbau in Bayern

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Forderungskatalog  
Pressemitteilung

Pressekontakt

Holger Seit, Landesverband Bayerischer Bauinnungen, Bavariaring 31, 80336 München
seit@lbb-bayern.de, Tel. +49 89 76 79-133, Fax +49 89 76 79-154

© Foto: golero / istock

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