19.03.2020 - Berlin
Zusammen mit dem Bundesverband der freien Berufe (BFB) setzt sich der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure (BDB) gegenüber der Bundesregierung für großzügige Hilfen und Unterstützung ein, um seine Mitglieder vor Zahlungsschwierigkeiten und Einnahmeausfällen infolge von Auftragsstornierungen und -rückgängen augfrund des Coronavirus zu schützen.
Die aktuellen Entscheidungen der Politik müssen berücksichtigen, dass die Mehrheit der im Planungsbereich tätigen Büros kleine und mittlere Betriebe sind, denen die bisher getroffenen Maßnahmen wie beispielsweise die Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld kaum etwas bringen.
Nötig sind daneben direkte Hilfen für Büroinhaber und Selbständige, die über Krediterleichterungen hinausgehen. Denn gerade die alleinarbeitenden Freiberufler verfügen über keine ausreichenden finanziellen Reserven, um längere Durststrecken zu überwinden, so der BDB.
Mittelfristig ist außerdem ein Bau-Konjunkturprogramm erforderlich, um nach Überwindung der medizinischen Ausnahmesituation die nach wie vor bestehenden Probleme des Wohnungsbaus und des baulichen Klimaschutzes zu lösen.
Freie Heilberufe helfen, die dramatischen Folgen
abzuwehren. Freie beratende, technische und Kulturberufe treffen Stornierungen
und Absagen.
„Die Freiberufler als bislang am stärksten wachsender Wirtschaftsbereich sind durch das Coronavirus doppelt betroffen: Medizinisch sind vor allem die Heilberufe gefordert, Ärzte und Apotheker, die sich mit ihren Teams vorbildlich und mit grenzenlosem Einsatz in der Bekämpfung engagieren und helfen, die dramatischen Folgen abzuwehren. Wirtschaftlich sind vor allem die beratenden, die technischen und die Kulturberufe mit Stornierungen und Absagen ihrer Dienstleistungen konfrontiert: Viele von ihnen sind kleine Einheiten, die nie zuvor durch eine solche Krise herausgefordert wurden und anders als große Unternehmen wenig abgesichert sind, nicht lange durchhalten können. Daher müssen im Mittelpunkt der politischen Sicherungsmaßnahmen in den nächsten Wochen kleine und mittlere Unternehmen stehen, an denen die Freiberufler einen hohen Anteil haben“, so BFB-Präsident Prof. Dr. Wolfgang Ewer.
„Der BFB begrüßt das von der Bundesregierung beschlossene Maßnahmenpaket, auch insbesondere die steuerpolitischen Maßnahmen, die das Wirtschaftswachstum ankurbeln können. Zudem plädieren wir für mittelstandsfreundliche Umsetzungen der Neuregelungen, damit die kleinen Einheiten in den Freien Berufen davon vollumfänglich profitieren können.
Kredite allein sind für kleine Einheiten, die es auch bei den Freien Berufen gibt, nicht ausreichend, denn diese müssten zurückgezahlt werden. Mit Blick auf Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen muss nachgesteuert und wegbrechende Liquidität gemildert werden, etwa durch einen Fonds. In einem nächsten Schritt gilt es nachzusteuern, wenn die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichen und sich neue Bedarfe herauskristallisieren. Hierbei können auch spezifische Hilfen für einzelne Branchen ausgelotet werden“, so Prof. Dr. Ewer weiter.
Quellen: BDB, BFB, © Fotos: cottonbro / Pexels.com; BFB
Die Social Media Buttons oben sind datenschutzkonform und übermitteln beim Aufruf der Seite noch keine Daten an den jeweiligen Plattform-Betreiber. Dies geschieht erst beim Klick auf einen Social Media Button (Datenschutz).
Jetzt Newsletter abonnieren!
Sustainable Bavaria
Nachhaltig Planen und Bauen
Digitaltouren - Digitalforen
Netzwerk junge Ingenieure
Werde Ingenieur/in!
Veranstaltungstipps
Einheitlicher Ansprechpartner
Berufsanerkennung
Professional recognition
Bayerische Ingenieurekammer-Bau
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Schloßschmidstraße 3
80639 München