Mitreden. Mitgestalten.

Profitieren Sie von den Vorteilen der Mitgliedschaft!

 
 
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11
12
13
14
15
Mitreden. Mitgestalten.
Mitreden. Mitgestalten.

Profitieren Sie von den Vorteilen der Mitgliedschaft!

16
17
18

Nachhaltigkeitsrat schlägt Maßnahmenpaket für nachhaltige Bau- und Verkehrspolitik vor

Empfehlungen: Fokus auf Gebäudebestand, zirkuläres Bauen und eine an Klima- und Nachhaltigkeitszielen orientierte Verkehrsinfrastrukturplanung

29.06.2023 - Berlin

Nachhaltigkeitsrat schlägt Maßnahmenpaket für nachhaltige Bau- und Verkehrspolitik vor

In einer aktuellen Stellungnahme fordert der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) die Bundesregierung auf, die hohen Flächen- und Ressourcenverbräuche sowie die klimaschädlichen Emissionen im Bau- und Verkehrssektor einzudämmen. In dem Papier „Nachhaltige Wege in der Stadtentwicklungs-, Bau- und Verkehrspolitik“ (PDF) schlägt der Rat eine Vielzahl konkreter Maßnahmen für eine ökologisch-soziale Bau- und Verkehrswende vor.

„Die Sektoren Gebäude und Verkehr sind die Sorgenkinder im Klimaschutz und reißen bisher regelmäßig ihre Klimaziele. Auch die Flächen- und Ressourcenverbräuche beider Bereiche sind viel zu hoch“, sagt Reiner Hoffmann, RNE-Vorsitzender.

„Gleichzeitig fehlen aktuell fast zwei Millionen bezahlbare Wohnungen, das ist sozialer Sprengstoff. Hier kann und darf die Antwort aber nicht nur im Neubau liegen. Die Bundesregierung muss jetzt die Weichen auf Umbau, Sanierung und die bessere Nutzung des bestehenden Wohnraums stellen. Förderprogramme müssen konsequent auf Nachhaltigkeit ausgerichtet werden. Im Verkehrssektor muss aus Sicht des RNE das ÖPNV-Angebot ausgebaut und verbessert werden, um den Menschen den Umstieg auf nachhaltige Mobilitätsformen zu erleichtern – gleichzeitig müssen umweltschädliche und teure Subventionen wie die Pendlerpauschale oder das Dienstwagenprivileg gestrichen werden“, so Hoffmann weiter.

77 Fußballfelder pro Tag versiegelt

Auch beim Rohstoffeinsatz fallen Bau- und Verkehrssektor wesentliche Rollen zu. 90 Prozent der in Deutschland geförderten mineralischen Rohstoffe werden verbaut. Gleichzeitig verursacht der Bausektor über die Hälfte des deutschen Abfalleinkommens. Zirkuläres Bauen muss daher aus Sicht des RNE zum Standard werden. Die Bundesregierung sollte hierfür u.a. konkrete Ziele für die die Senkung des Primärrohstoffverbrauchs vorgeben (siehe auch RNE-Stellungnahme Zirkuläres Wirtschaften: Maßgebliche Voraussetzung für einen achhaltige Transformation vom Mai 2023. Förderprogramme sollten sich ausschließlich auf Projekte mit hohen Nachhaltigkeitsstandards sowie mit Fokus auf Innenentwicklung und Bestandsnutzung konzentrieren.

Im Verkehrsbereich mahnt der RNE weitere Anstrengungen jenseits der Antriebswende an. Denn die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte ist insbesondere hinsichtlich der Batterien sehr ressourcenintensiv, gleichzeitig frisst die Zunahme im PKW-Bestand und im Straßen-Gütertransport technologische Effizienzsteigerungen auf (sog. Rebound-Effekt).

Katja Dörner, RNE-Mitglied und Oberbürgermeisterin der Stadt Bonn: „Die derzeitige Verkehrspolitik des Bundes orientiert sich zu sehr am Auto. Hier muss dringend nachjustiert werden – hin zu Klima- und Umweltschutz, aber auch Sicherheit, Barrierefreiheit, Gesundheit und Bezahlbarkeit als Leitziele für die Verkehrspolitik. Daher brauchen wir auch eine Generalüberholung des veralteten Bundesverkehrswegeplans. Der Ausbau der Schiene muss Priorität bekommen, bis 2030 sollte der Anteil von Bahn, ÖPNV, Fuß- und Radverkehr in großen Städten bei mindestens 75 Prozent liegen.“

Fokus auf Bestandsmodernisierung, zirkuläre Bauwirtschaft und Entbürokratisierung legen

Der Rat schlägt im Papier eine Vielzahl weiterer konkreter Maßnahmen für die Bau- und Verkehrswende vor. Im Sektor Bauen und Gebäude zählen dazu neben dem Fokus auf die Modernisierung im Bestand und einer konsequenten zirkulären Bauwirtschaft beispielsweise die Entbürokratisierung von Planungsverfahren, Leitfäden für Kommunen, eine Musterumbauordnung, strengere und effektivere Mieterschutzregelungen (z.B. Eindämmung der Spekulation mit Wohnraum und Wiedereinführung der Wohngemeinnützigkeit), die Erschließung von Innenstadtpotenzialen (z.B. Umnutzung von Bürogebäuden oder Nutzung von Baulücken) und der Ausbau von Grünflächen als Frischluftschneisen und für den Erhalt der Artenvielfalt.

Für den Verkehrssektor schlägt der RNE u.a. vor, den Bundesverkehrswegeplan durch ein an Umwelt- und Nachhaltigkeitskriterien ausgerichtetes Bundesmobilitätsgesetz zu ersetzen. Kommunen sollten mehr Handlungsspielräume und Experimentiermöglichkeiten für innovative Lösungen im Verkehr bekommen, zum Beispiel bei der Einführung von Tempo 30 oder von Fahrradstraßen.

Download

Quelle: Rat für Nachhaltige Entwicklung, Fotos: Josh Olalde / Unsplash; Rat für Nachhaltige Entwicklung


Auch interessant

4. Klimaforum: Circular Economy und ökologisches Bauen im ländlichen Raum

20.07.2023 - Online - Kostenfrei!

4. Klimaforum: Circular Economy und ökologisches Bauen im ländlichen Raum - 20.07.2023 - Online - Kostenfrei!

Sind die in unseren Gebäuden verbauten Ressourcen nicht zu wertvoll, um sie sorglos zu verschwenden oder gar wegzuwerfen? Welche Herausforderungen stellen sich für die ökologische Transformation beim Bauen im ländlichen Raum? Um diese beiden Themenkomplexe geht es bei unserem 4. Klimaforum am 20. Juli 2023 mit Annabell von Reutern von Concular und Gisela Raab von der RAAB Baugesellschaft. Die Teilnahme ist kostenfrei!

Beitrag weiterempfehlen

Die Social Media Buttons oben sind datenschutzkonform und übermitteln beim Aufruf der Seite noch keine Daten an den jeweiligen Plattform-Betreiber. Dies geschieht erst beim Klick auf einen Social Media Button (Datenschutz).

5 gute Gründe für die Mitgliedschaft

Die Kammer auf Social Media

Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau bei LinkedIn: #bayika-bau
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau auf Instagram #bayikabau
 
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau bei Facebook @BayIkaBau   #BayIkaBau
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau bei XING #bayerischeingenieurekammer-bau
 
Die Bayerische Ingenieurekammer-Bau bei YouTube
 

Jetzt Newsletter abonnieren!

Newsletter abonnieren und immer auf dem Laufenden bleiben - Grafik: Web Buttons Inc /  Fotolia

Frage des Monats

Die Regelungen des am 1. Januar 2024 in Kraft getretenen GEG sind:
Zu kompliziert
Gut umsetzbar
Nicht streng genug

Frühere Ergebnisse

Sustainable Bavaria

Sustainable Bavaria

Nachhaltig Planen und Bauen

Klimaschutz - Nachhaltig Planen und Bauen

Digitaltouren - Digitalforen

Digitaltouren - Digitalforen - Jetzt kostenfei ansehen

Netzwerk junge Ingenieure

Netzwerk junge Ingenieure

Werde Ingenieur/in!

www.zukunft-ingenieur.de

www.zukunft-ingenieur.de

Veranstaltungstipps

Veranstaltungstipps

Beratung und Service

Beratung und Serviceleistungen - Foto: © denisismagilov / fotolia.com

Planer- und Ingenieursuche

Planer- und Ingenieursuche - Die Experten-Datenbank im bayerischen Bauwesen

Für Schüler und Studierende

Infos für Schüler und Studierende - © Foto: Drubig Photo / Fotolia.com

Einheitlicher Ansprechpartner

Einheitlicher Ansprechpartner

Berufsanerkennung
Professional recognition

Berufsanerkennung

BayIKA-Portal / Mitgliederbereich

Anschrift

Bayerische Ingenieurekammer-Bau
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Schloßschmidstraße 3
80639 München