31.03.2025 - Berlin
Die Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal und in Nordrhein-Westfalen wirft Fragen zum Umgang mit den betroffenen Gebieten auf. Der vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) herausgegebene neue Praxisleitfaden „Nach der Flutkatastrophe: Chance für Veränderung. Ein Praxisleitfaden mit Strategien und Beispielen für Kommunen“ bietet praxisorientierte Handlungsempfehlungen für Kommunen und stellt erfolgreiche Strategien von Gemeinden vor, die bereits von Hochwasserereignissen betroffen waren.
Der Praxisleitfaden wurde im Rahmen des Forschungsverbundvorhabens KAHR (Klimaanpassung, Hochwasser, Resilienz) veröffentlicht. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt begleitete den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal und Nordrhein-Westfalen wissenschaftlich und unterstützte Kommunen durch wertvolle Handlungsempfehlungen.
Der Praxisleitfaden unterstützt von Hochwasser betroffene Kommunen beim Wiederaufbau und gibt in verschiedenen Handlungsfeldern Hinweise u.a. auf geeignete Maßnahmen, die Kommunen nach einem Hochwasserereignis in die Wege leiten können und sollten.
Zusätzlich enthält der Leitfaden Empfehlungen und Praxisbeispiele für Maßnahmen, die das Ziel einer klimaresilienten Siedlungsentwicklung und krisenrobusten Kommune mittel- und langfristig im Wiederaufbauprozess vorantreiben.
Damit sind die Empfehlungen und beispielhaften Maßnahmen auch für all die Kommunen von Interesse, die rechtzeitig in die Resilienz ihrer Siedlungs- und Infrastrukturen investieren wollen, damit die Schadensbilanz bei einem künftigen Hochwasserereignis möglichst gering ausfällt.
In Zusammenarbeit mit allen 13 Verbundpartnern wurden für den Praxisleitfaden Fachbeiträge verfasst, die neueste wissenschaftliche Erkenntnisse mit Erfahrungsberichten betroffener Kommunen verknüpfen. Darüber hinaus werden erfolgreiche Strategien von Gemeinden vorgestellt, die bereits in der Vergangenheit von Hochwasserereignissen betroffen waren.
Unter dem Leitmotiv „Building Back Better“ (BBB) zielt der kostenfreie Leitfaden darauf ab, den Wiederaufbau nicht nur als bloße Wiederherstellung der vorherigen physischen, sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen zu begreifen: Vielmehr bietet der Wiederaufbau die Chance, nachhaltige und resiliente Strukturen zu schaffen, um künftige Hochwasserereignisse besser bewältigen zu können.
Der Praxisleitfaden fokussiert auf drei zentrale Handlungsfelder:
Aus diesen Bereichen werden Empfehlungen und praxisorientierte Beispiele vorgestellt, die den Kommunen eine schnelle und bedarfsgerechte Unterstützung ermöglichen. Der Leitfaden richtet sich nicht nur an die von der Flutkatastrophe betroffenen Gemeinden, sondern auch an Kommunen, die präventiv in eine klimaresiliente Siedlungsentwicklung investieren wollen.
Über einen Zeitraum von drei Jahren wurden die betroffenen Regionen intensiv begleitet und beraten. Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) hat dabei die wissenschaftliche Begleitung, Beratung und Unterstützung ausgewählter Pilotkommunen im Ahrtal und in NRW übernommen, um einen klimaresilienten und zukunftsorientierten Wiederaufbau in den betroffenen Regionen zu fördern.
Download
Praxisleitfaden "Nach der Flutkatastrophe: Chance fürVeränderung" (59 MB)
Das Deutsche Institut für Urbanistik (Difu) ist als größtes
Stadtforschungsinstitut im deutschsprachigen Raum die Forschungs-,
Fortbildungs- und Informationseinrichtung für Städte, Kommunalverbände und
Planungsgemeinschaften. Ob Stadt- und Regionalentwicklung, kommunale
Wirtschaft, Städtebau, soziale Themen, Umwelt, Verkehr, Kultur, Recht,
Verwaltungsthemen oder Kommunalfinanzen: Das 1973 gegründete unabhängige
Berliner Institut – mit einem weiteren Standort in Köln (Bereich Umwelt) –
bearbeitet ein umfangreiches Themenspektrum und beschäftigt sich auf
wissenschaftlicher Ebene praxisnah mit allen Aufgaben, die Kommunen heute und
in Zukunft zu bewältigen haben. Der Verein für Kommunalwissenschaften e.V. ist
alleiniger Gesellschafter des in der Form einer gemeinnützigen GmbH geführten
Forschungsinstituts.
Quelle: Deutsche Institut für Urbanistik (Difu), Fotos: Pro Garten GmbH / AdobeStock, Difu
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