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Bayerisches Bauhauptgewerbe: Umsätze und Auftragseingänge im Dezember 2025 um 7,1 Prozent gestiegen

Gewerblicher Tiefbau als Wachstumsmotor mit +38,9 Prozent bzw. +49,2 Prozent bei Umsätzen und Aufträgen

13.02.2026 - Fürth / Schweinfurt

Bayerisches Bauhauptgewerbe: Umsätze und Auftragseingänge im Dezember 2025 um 7,1 Prozent gestiegen

Im Dezember 2025 erzielte das bayerische Bauhauptgewerbe einen baugewerblichen Umsatz von rund 2,39 Milliarden Euro. Damit hat sich der Umsatz im Dezember 2025 gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,1 % bzw. rund 159 Millionen Euro erhöht. Im Tiefbau werden markant höhere Umsätze gegenüber dem Vorjahresmonat erwirtschaftet, insbesondere beim gewerblichen und industriellen Tiefbau mit einem Plus von 38,9 %. Auch die Auftragseingänge entwickeln sich im Tiefbau positiv mit jeweils zweistelligen prozentualen Zuwächsen, während der Hochbau gegenüber Dezember 2024 in allen Bausparten rückläufig ist.

Infrastrukturbereiche weiter Wachstumstreiber: Tiefbau mit hohem Umsatzplus

Insbesondere im gewerblichen und industriellen Tiefbau werden um 38,9 Prozent höhere Umsätze erwirtschaftet, wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt. Im öffentlichen Tiefbau steigen die Umsätze um 12,0 Prozent für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen während der Straßenbau mit -5,8 Prozent ein rückläufiges Ergebnis verbucht.

Im Hochbau zeigt sich ein verhaltenes Bild: Einer Steigerung von 4,5 Prozent im Wohnungsbau stehen Umsatzrückgänge von 10,6 Prozent im öffentlichen Hochbau bzw. 4,3 Prozent im gewerblichen und industriellen Hochbau gegenüber.

Auftragseingänge im gewerblichen Tiefbau +49,2 Prozent

Die Auftragseingänge im bayerischen Bauhauptgewerbe steigen im Dezember 2025 ebenfalls um 7,1 Prozent. Deutlich positiv entwickeln sich die Auftragsvergaben im Vorjahresvergleich in allen Bausparten des Tiefbaus: +49,2 Prozent im gewerblichen und industriellen Tiefbau, +19,0 Prozent im Straßenbau und +14,7 Prozent in öffentlichen Tiefbau für Gebietskörperschaften und Sozialversicherungen.

Im Hochbau haben dagegen alle Bausparten ein Minus hinzunehmen. Die Spanne der Rückgänge beläuft sich zwischen 2,8 Prozent im Wohnungsbau und 44,4 Prozent im öffentlichen Hochbau.

Preisbereinigt moderate Entwicklung im Wohnungsbau - Tiefbau bleibt robuster

Im Vergleich zum Bezugsmonat des Basisjahres 2021 liegen die Auftragseingänge insgesamt im Dezember 2025 nominal um 7,5 Prozentpunkte höher, preisbereinigt jedoch um 17,6 Prozentpunkte niedriger (siehe Grafik ganz oben). Auch beim Umsatz zeigt sich dieser Gegensatz: Während gegenüber 2021 nominal ein Anstieg von 11,4 Prozentpunkten erreicht wird, ergibt sich real ein Rückgang um 22,1 Prozentpunkte. Der (preisbereinigte) Werte des Bezugsmonats Dezember im Basisjahre 2021 wird in den Graphiken 1 und 2 jeweils als brauner Punkt (Umsatz) und blaues Dreieck (Auftragseingang) über den aktuellen Monatswerten dargestellt.

Im Vergleich zum Dezember 2024 steigen sowohl nominaler (+9,6 Prozentpunkte) und realer (+5,5 Prozentpunkte) baugewerblicher Umsatz als auch nominaler (+7,2 Prozentpunkte) und realer (+4,1 Prozentpunkte) Auftragseingang.

Im Wohnungsbau (siehe Grafik unten) zeigen die preisbereinigten Daten den deutlichen Rückgang dieser Bausparte: Die Aufträge liegen real 25,8 Prozentpunkte unter dem Monatswert des Jahres 2021, die Umsätze um 42,4 Prozentpunkte darunter.

Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich wiederum ein Anstieg sowohl beim nominalen Umsatz (+4,9 Prozentpunkte) als auch beim realen Umsatz (+1,9 Prozentpunkte). Die Auftragseingänge verzeichnen nominal sowie real einen Rückgang um 2,4 Prozentpunkte bzw. 3,3 Prozentpunkte.

Beim Vergleich der Bausparten übertrifft der Tiefbau den Hoch- und Wohnungsbau im Jahresverlauf 2025 deutlich (siehe Grafik unten). Vor allem Projekte im Bereich der Energie- und Verkehrsinfrastruktur stützen die Gesamtentwicklung des bayerischen Bauhauptgewerbes.

Konstanter Personalstand im Bauhauptgewerbe

Ende Dezember 2025 sind im bayerischen Bauhauptgewerbe insgesamt 106 403 Personen tätig und damit etwa 500 mehr wie im Vorjahresmonat. Diese Beschäftigten leisten an 21 Arbeitstagen 7,4 Millionen Arbeitsstunden, die mit rund 456 Millionen Euro Entgelt vergütet werden. Im November 2024 wurden bei 20 Arbeitstagen 7,2 Millionen Arbeitsstunden mit einem Gesamtentgelt von rund 424 Millionen Euro entlohnt.

Quelle und Grafiken: Bayerisches Landesamt für Statistik

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