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Zirkuläres Bauen in Tegel: Flughafen Tegel schließt Rahmenvertrag für Zirkularität bis 2032 mit Concular

Berlin TXL als Reallabor für kreislaufgerechtes Bauen für die Bauwende

25.02.2026 - Berlin

Zirkuläres Bauen in Tegel: Flughafen Tegel schließt Rahmenvertrag für Zirkularität bis 2032 mit Concular

Mit der Entwicklung des ehemaligen Flughafens Tegel zur Urban Tech Republic und dem Schumacher Quartier steuert die Tegel Projekt GmbH eines der größten und ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Auf dem 500 Hektar großen Areal entsteht ein Vorzeigeprojekt innovativer Kreislaufwirtschaft. Concular begleitet diesen Prozess als strategischer Partner über eine Rahmenvereinbarung für Zirkularität bis 2032, um kreislaufgerechtes Bauen als wirtschaftlich belastbaren Standard mit Vorbildcharakter zu etablieren.

Der ehemalige Berliner Flughafen Tegel wird zum nachhaltigen Forschungs- und Industriepark mit angeschlossenem Wohnviertel. Damit entsteht eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Concular begleitet die Transformation als strategischer Partner. Das Ziel ist klar: In Berlin TXL soll zirkuläres Bauen eine zentrale Rolle spielen. Dabei übernimmt Concular das Aufsetzen sowie die Umsetzung zirkulärer Prozesse. Von der Transformation des Bestands bis zum Neubau, von der Planung bis zur Wiederverwendung.

Skalierung zirkulärer Prozesse in Großprojekten

Die besondere Komplexität des Projekts Berlin TXL liegt in der Dimension der zu transformierenden Flächen und Gebäude. Es gilt, zirkuläre Bauprozesse vom Bestandserhalt über die Planung bis hin zur Sanierung und zum Neubau nahtlos ineinandergreifen zu lassen. 

Für ein Großprojekt dieser Art ist eine ganzheitliche Vertragsgestaltung essenziell, um die notwendige Planungssicherheit für die nachhaltige Transformation zu schaffen und Zirkularität als Blaupause für die Wirtschaftlichkeit im industriellen Maßstab zu nutzen.

Ganzheitliche Koordination und strategische Beratung

Concular übernimmt das Aufsetzen sowie die Umsetzung der zirkulären Prozesse. Die Leistung von Concular basiert dabei auf einer engen Verzahnung von Beratung, Technologie und Stakeholder-Management:

  • Strategische Beratung: 
    Concular begleitet die zirkulären Bauprozesse ganzheitlich und unterstützen die Tegel Projekt GmbH dabei, Zirkularität tief in der Projektorganisation zu verankern.

  • Digitale Plattform: 
    Die Steuerung der Materialströme erfolgt über die digitale Concular-Plattform, die Transparenz über Bestände schafft und die Wiedereinbringung von Ressourcen planbar macht. 

  • Koordination relevanter Stakeholder: 
    Concular moderiert die Schnittstellen zwischen den Projektbeteiligten, um sicherzustellen, dass Rückbau und Neubau effizient verknüpft werden. 

  • Wirtschaftliche Standards: 
    Durch die Rahmenvereinbarung schafft Concular die Grundlage, um zirkuläre Methoden als marktfähige und belastbare Standards im Bauwesen zu festigen.
Dominik Campanella, Co-Founder von Concular. Foto: Shinji Minegishi / Concular GmbH 
Dominik Campanella, Co-Founder von Concular. Foto: Shinji Minegishi / Concular GmbH

Dominik Campanella, Co-Founder von Concular, freut sich: „Als wir Concular vor 6 Jahren gegründet haben, war genau das unsere Vision. Heute bin ich unglaublich stolz, dass wir diesen Punkt erreicht haben: Wir sind in einem der ambitioniertesten Großprojekte des Landes angekommen. Dass die Tegel Projekt GmbH uns als strategischen Partner für die Zirkularität ausgewählt hat, zeigt mir vor allem eines: Concular wird als professioneller Partner wahrgenommen, um solche komplexen Projekte umzusetzen - von privaten und öffentlichen Bestandshaltern. In den nächsten Jahren werden alle Bestandsgebäude auf dem Areal, wie etwa das Terminal D, systematisch geprüft. Die gewonnenen Materialien werden dann entweder direkt intern auf dem Gelände wiederverwendet oder fließen in andere Bauprojekte in ganz Berlin.“

Ein neuer Standard für urbane Technologien

Die langfristige Zusammenarbeit bis 2032 ermöglicht es, Materialkreisläufe nicht nur theoretisch zu planen, sondern in der Praxis umzusetzen. Durch die systematische Erfassung und Vermittlung von Materialien werden Ressourcen geschont und der CO2-Fußabdruck der Bauvorhaben massiv reduziert. Berlin TXL fungiert damit als Reallabor für die Bauwende, in dem gezeigt wird, dass ökologische Nachhaltigkeit und ökonomische Effizienz bei konsequenter zirkulärer Planung Hand in Hand gehen.

Die Partnerschaft zwischen der Tegel Projekt GmbH und Concular setzt einen Meilenstein für das zirkuläre Bauen. In Berlin TXL wird Zirkularität zum wirtschaftlich belastbaren Standard mit Vorbildcharakter. Gemeinsam wollen die beiden Partner zeigen, wie Rückbau und Neubau nahtlos ineinandergreifen, Ressourcen geschont und zukunftsweisende Standards für die gesamte Bauwirtschaft gesetzt werden.

Zirkularität im Maßstab eines Großprojekts

Gerade bei Projekten dieser Größenordnung zeigt sich, ob Kreislaufwirtschaft mehr ist als ein Schlagwort. In Berlin TXL geht es um riesige Materialmengen aus Bestandsgebäuden wie Terminal D oder dem Parkhaus P2. Diese Materialien werden systematisch erfasst, ökologisch bewertet und rechtssicher in neue Stoffkreisläufe überführt. Priorität hat hierbei immer die Wiederverwendung der Materialien direkt vor Ort, im Projekt Berlin TXL.

Das erfordert Struktur, Erfahrung und belastbare Prozesse. Concular verbindet digitale Plattformtechnologie mit operativer Expertise vor Ort. So lassen sich Anforderungen aus Denkmalschutz, Schadstoffmanagement und öffentlichem Baurecht frühzeitig berücksichtigen – und Zielkonflikte vermeiden.

Ganzheitliche Begleitung von der Strategie bis zur Umsetzung

Conculars Projektleiter Lenard da Costa Kurek. Foto: Privat 
Conculars Projektleiter Lenard da Costa Kurek. Foto: Privat

„Wir begleiten dieses Vorhaben nicht nur punktuell, sondern bieten einen ganzheitlichen Ansatz für die Integration zirkulärer Maßnahmen im gesamten Projektverlauf“, erklärt Conculars Projektleiter Lenard da Costa Kurek.

Grundlage der Zusammenarbeit ist eine Rahmenvereinbarung mit der Tegel Projekt GmbH: Das Unternehmen deckt darin die gesamte Wertschöpfungskette des zirkulären Bauens ab: von der strategischen Beratung über digitale Erfassung und Planung bis zur operativen Umsetzung. Dazu gehören die Entwicklung von Re-Use-Strategien, die Integration einschlägiger Standards wie DIN SPEC 91484 und 91525 sowie die Moderation aller beteiligten Akteure. Über Pre-Deconstruction Audits werden Gebäude digital erfasst, Bauteile bewertet und ihr Wiederverwendungspotenzial sowie CO₂-Restwerte ermittelt.

Digitale Steuerung schafft Transparenz und Verlässlichkeit

Herzstück der Umsetzung ist die Concular-Plattform. Über Jahre erhobene Daten zur Materialien, Montage und Umweltwirkungen werden hier automatisiert ausgelesen und Gebäude und Materialien lückenlos dokumentiert. Die Plattform erstellt Ökobilanzierungen und Reportings für Zertifikate, berechnet also CO₂-Einsparungen und macht Wiederverwendungspotenzial in Echtzeit sichtbar. 

Schon in der Planungsphase stehen wertvolle Informationen zur Verfügung für nachhaltige Entscheidungen im Entwurf. So entsteht Transparenz – nicht nur für ökologische Effekte, sondern auch für wirtschaftliche Entscheidungen. Zirkularität wird messbar, steuerbar und belastbar.

Berlin TXL als Blaupause für die Bauwirtschaft

In Berlin TXL zeigt Concular, wie Kreislaufwirtschaft im industriellen Maßstab funktioniert. Mit Erfahrung aus über 900 Projekten - darunter auch das Quartier RothNEUsiedl in Wien - einem maßgeschneiderten Organisationskonzept und einer langfristigen Partnerschaft. Rückbau und Neubau greifen ineinander, Ressourcen werden geschont, Standards gesetzt.

Concular GmbH

Concular ist das digitale Ökosystem für zirkuläres Bauen. Das Team aus 70 Mitarbeitenden an 6 Standorten bietet Beratungs- sowie Praxislösungen für Rückbau, Bestandssanierung und Neubau. Concular ermöglichte bereits in über 900 Projekten die Wiedereinbringung von 15 Millionen Materialien. Zirkluläres Bauen mit Concular ermöglicht die Einsparung von Ressourcen und Abfall und trägt zur Reduktion von CO₂-Emissionen in der Bauwirtschaft bei.

www.concular.de

Tegel Projekt GmbH

Die Tegel Projekt GmbH steuert eines der größten und ambitioniertesten Stadtentwicklungsprojekte Europas: die Nachnutzung des ehemaligen Flughafens Tegel und die Gestaltung eines von Grund auf neuen Stadtteils mitten in Berlin. Auf dem 500 Hektar großen Areal entwickelt das landeseigene Unternehmen einen Forschungs- und Industriepark für urbane Technologien, die Urban Tech Republic, sowie ein sozial-ökologisches Wohnviertel für mehr als 10.000 Menschen, das Schumacher Quartier.

www.tegelprojekt.de

Quelle: Concular GmbH, Fotos: PONNIE Images / Tegel Projekt GmbH, Shinji Minegishi / Concular GmbH, Privat

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