24.08.2026 - Bonn
Die neue BBSR-Studie „Digitale Lösungen zur Hochwasservorsorge bei Starkregen“ zeigt, wie digitale Technologien Kommunen dabei unterstützen können, Risiken frühzeitig zu erkennen, Vorsorgemaßnahmen gezielt zu planen und im Ernstfall schneller zu handeln. Anhand von fünf Praxisbeispielen aus den Modellprojekten Smart Cities wird gezeigt, wie Sensoren, Datenplattformen, digitale Zwillinge und KI-basierte Anwendungen entlang des gesamten Vorsorgezyklus eingesetzt werden – von der Analyse möglicher Gefahrenbereiche über die Planung von Schutzmaßnahmen bis zur Information der Bevölkerung.
Hochwasser und Starkregen verursachen immer häufiger Schäden an Gebäuden, Straßen und technischer Infrastruktur. Während der Hochwasserschutz an großen Flüssen kontinuierlich ausgebaut wurde, rücken die Risiken durch Starkregen, kleinere Gewässer und lokale Abflusswege zunehmend in den Fokus. Die neue Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) zeigt, wie digitale Technologien Kommunen dabei unterstützen können, Risiken frühzeitig zu erkennen, Vorsorgemaßnahmen gezielt zu planen und im Ernstfall schneller zu handeln.
„Wir können Hochwasser- und Starkregenereignisse nicht verhindern. Aber wir können ihre Auswirkungen deutlich begrenzen. Dafür müssen wir alle Möglichkeiten der Vorsorge zusammendenken – von natürlichem Wasserrückhalt über bauliche Maßnahmen einer klimaangepassten Stadt- und Raumplanung bis hin zu digitalen Technologien. Erst dieses Zusammenspiel macht Kommunen widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels. Digitale Werkzeuge sind dabei ein wirkungsvoller Hebel für eine moderne Hochwasser- und Überflutungsprävention“, sagt Christian Rauch, Smart-City-Experte am BBSR.
Digitale Werkzeuge können Kommunen entlang des gesamten Vorsorgezyklus unterstützen: von der Risikoanalyse über die Planung von Schutzmaßnahmen bis hin zur Warnung der Bevölkerung. Sensoren liefern Pegel- und Niederschlagsdaten in Echtzeit. Datenplattformen führen Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammen.
Mittels Urbanen Digitalen Zwillingen - datenbasierte 3D-Modelle der Stadt - lässt sich simulieren, welche Straßen, Gebäude oder Infrastrukturen bei Starkregen besonders gefährdet sind. Dadurch können Kommunen Risiken besser bewerten, Maßnahmen gezielter planen und Einsatzkräfte im Ereignisfall wirksam unterstützen.
Berlin und Dresden nutzen digitale Modelle und Simulationen, um Starkregenabflüsse sichtbar zu machen und blau-grüne Infrastruktur wie Parks, Retentionsräume und Versickerungsflächen gezielt zu planen.
Der Eifelkreis Bitburg-Prüm verbessert mit Sensoren die Datengrundlage an kleineren Fließgewässern und entwickelt ein KI-gestütztes Frühwarnsystem.
Solingen setzt auf Umweltsensoren und digitale Kommunikationswege, um die Bevölkerung bei Extremwetterereignissen gezielt zu informieren.
Der Landkreis Hof nutzt einen digitalen Zwilling, um Hochwasserrisiken sichtbar zu machen, und bündelt Daten, Analysen und Fachwissen in einer Beratungsstelle für seine 27 kreisangehörigen Kommunen.
Die Studie „Digitale Lösungen zur Hochwasservorsorge bei Starkregen“ wurde im Rahmen der Begleitforschung des Programms Modellprojekte Smart Cities veröffentlicht. Herausgeber ist das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR). Erarbeitet wurde sie vom KWB Kompetenzzentrum Wasser Berlin gGmbH und RSUP Rabe Strategic Urban Planning.
BBSR-Studie: Digitale Lösungen zur Hochwasservorsorge bei Starkregen
Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBSR), Fotos: BBSR (1,2), Invisible Room(3), Landratsamt Hof
Die Social Media Buttons oben sind datenschutzkonform und übermitteln beim Aufruf der Seite noch keine Daten an den jeweiligen Plattform-Betreiber. Dies geschieht erst beim Klick auf einen Social Media Button (Datenschutz).
Jetzt Newsletter abonnieren!
Kammerwahl 2026
Sustainable Bavaria
Nachhaltig Planen und Bauen
Netzwerk junge Ingenieur:innen
Frauennetzwerk ingenieurinnen@bayika
Werde Ingenieur/in!
www.zukunft-ingenieur.de
Veranstaltungstipps
Einheitlicher Ansprechpartner
Berufsanerkennung
Professional recognition
Digitaltouren - Digitalforen
Bayerische Ingenieurekammer-Bau
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Schloßschmidstraße 3
80639 München