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199 Meter Nabenhöhe und 285 Meter Gesamthöhe: Höchster Serien-Turm für Windenergieanlagen fertiggestellt

Max Bögl und Vestas errichten Serien-Hybridturm mit Weltrekord-Nabenhöhe

11.09.2026 - Winnberg bei Sengenthal

199 Meter Nabenhöhe und 285 Meter Gesamthöhe: Höchster Serien-Turm für Windenergieanlagen fertiggestellt

Die weltweit höchste Serien-Windenergieanlage steht: Gemeinsam mit Vestas hat die Max Bögl Wind AG ein Windenergieprojekt in Winnberg bei Sengenthal abgeschlossen und damit die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien für ihren Firmensitz weiter ausgebaut. Das Projekt umfasst eine V172-7,2 MW mit einer Nabenhöhe von 199 Metern auf einem Hybridturm Bögl mit einer Gesamthöhe von 285 Metern. In wenigen Wochen folgt die Inbetriebnahme.

Am Unternehmensstandort in Sengenthal hat Max Bögl erstmals einen Serien-Hybridturm mit einer Nabenhöhe von 199 Metern errichtet. Die Gesamthöhe der Anlage beträgt 285 Meter. Der fertiggestellte Turm markiert eine neue Rekordhöhe im Bereich serienmäßig produzierter Onshore-Windenergieanlagen. Zum Einsatz kommt eine Vestas V172 mit einer installierten Leistung von 7,2 Megawatt. Gemeinsam mit den bereits vorhandenen Erzeugungsanlagen am Standort kann Max Bögl künftig rund zwei Drittel seines Energiebedarfs in Sengenthal selbst decken.

Neues Kapitel im Windturmbau

„Die Erstrealisierung eines Serienwindturms mit einer Nabenhöhe von 199 m schlägt ein neues Kapitel der technischen Möglichkeiten im Windturmbau auf. Mit unserem serienfähigen Turmkonzept in Kombination mit den modernsten Anlagentypen, wie der hier zum Einsatz kommenden Vestas V172, zeigen wir, wie sich höhere Energieerträge wirtschaftlich realisieren lassen. Die Anlage stellt eine weitere Investition in den Ausbau unserer eigenen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien dar und schafft gleichzeitig ein Referenzprojekt für eine neue Generation von Windenergieanlagen. Damit antworten wir auf die zuletzt gestiegene Nachfrage nach leistungsfähigeren Lösungen für Binnenstandorte“, sagt Stefan Bögl, Vorstandsvorsitzender der Firmengruppe Max Bögl.

„Die Fertigstellung des Projekts in Sengenthal ist das Ergebnis einer hervorragenden Zusammenarbeit zwischen Max Bögl und Vestas. Dieses Projekt zeigt, wie unsere Windkraftanlage V172-7,2 MW erfolgreich mit innovativen Turmlösungen kombiniert werden kann, um neue Nabenhöhen zu erreichen und eine effiziente Windenergieerzeugung zu ermöglichen. Gemeinsam mit Max Bögl demonstrieren wir, was bei zukünftigen Onshore-Windkraftprojekten technisch möglich ist“, sagt Phillip Seibel, Leiter des Bereichs Technology NCE bei Vestas.

Der fertiggestellte Turm markiert eine neue Rekordhöhe im Bereich serienmäßig produzierter Onshore-Windenergieanlagen. Zum Einsatz kommt eine Vestas V172 mit einer installierten Leistung von 7,2 Megawatt. Foto: Florian Paul / Firmengruppe Max Bögl 
Der fertiggestellte Turm markiert eine neue Rekordhöhe im Bereich serienmäßig produzierter Onshore-Windenergieanlagen. Zum Einsatz kommt eine Vestas V172 mit einer installierten Leistung von 7,2 Megawatt. Foto: Florian Paul / Firmengruppe Max Bögl

Serienfähiges Konzept für hohe Türme

Standardisierte Komponenten und Prozesse ermöglichen es, die Konstruktion an unterschiedliche Nabenhöhen und Projektanforderungen anzupassen. Damit unterscheidet sich das Konzept von individuell geplanten Einzel- und Sonderlösungen für besonders hohe Windenergieanlagen.

An Binnenstandorten ermöglicht eine größere Nabenhöhe den Zugang zu stärkeren und gleichmäßigeren Windverhältnissen. Nach der geplanten Inbetriebnahme im Herbst 2026 soll die Anlage jährlich rund 17 bis 18 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen.

Weiterentwicklung eines bewährten Systems

Das Hybridturmsystem basiert auf dem langjährig erprobten Baukastenkonzept der Max Bögl Wind AG. Für die Anlage hat das Unternehmen ein neues Übergangsstück entwickelt und einzelne Turmringe konstruktiv angepasst. Das Grundprinzip des Systems bleibt erhalten. Der Großteil der Turmringe und Inneneinbauten stammt aus dem bestehenden Baukastensystem. Auch Fertigung und Montage folgen weitgehend standardisierten Abläufen.

Die serielle Fertigung bringt zentrale Vorteile für Projekte dieser Größenordnung: Sie ermöglicht wiederholbare Qualität, planbare Abläufe und bessere Skalierbarkeit für künftige Anlagen. Damit macht die Max Bögl Wind AG große Bauhöhen durch industrielle Fertigungs- und Montageprozesse möglich.

„Der Schlüssel liegt in der Skalierung. Wir übertragen die Erfahrungen aus unserem Baukastensystem auf eine größere Nabenhöhe, ohne das Turmkonzept grundlegend neu aufzusetzen“, sagt Thorsten Betz, Zentralbereichsleiter Engineering bei der Max Bögl Wind AG. „Der neue Adapter, die angepassten Turmringe und die standardisierten Abläufe ermöglichen eine zuverlässige Umsetzung im industriellen Maßstab.“

Vom Projekt in Sengenthal auf die WindEnergy Hamburg

Auf der WindEnergy Hamburg vom 22. bis 25. September 2026 präsentiert Max Bögl das fertig errichtete Referenzprojekt erstmals einem internationalen Fachpublikum. Im Mittelpunkt stehen das serienfähige Turmkonzept sowie Erkenntnisse aus Planung, Produktion, Logistik und Montage des 199-Meter-Hybridturms. Besucherinnen und Besucher können sich am Messestand über das Projekt und die Einsatzmöglichkeiten großer Nabenhöhen bei künftigen Onshore-Windenergieprojekten informieren.

Projektübersicht

  • Windkraftanlage
    Vestas
  • Typ
    V172 – 7,2 EnVentus
  • Leistung
    7,2 MW
  • Rotordurchmesser
    172 m
  • Stromerzeugung
    ca. 17.000 MWh/Jahr
  • Blattlänge: 
    84,3 m
  • Anlagenehöhe
    285 m über NN
  • Höhe des Betonturms: 
    108 m
  • Anzahl der Stahlprofile
    4
  • Kräne
    Liebherr LTM 1750 und Tadano (DEMAG)

Quelle: Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG, Fotos: Florian Paul / Firmengruppe Max Bögl


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